Rückruf von Bärenmarke und Weihenstephan


Screenshot: Baerenmarke.de
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Erneut rufen große Milchproduzenten in Deutschland ihre Produkte zurück. Bärenmarke ruft Frischmilch zurück und die Freisinger Molkerei Weihenstephan ruft bundesweit Milch und Kakao zurück.

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Screenshot: Bärenmarke
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Die Molkerei Hochwald Foods ruft bundesweit Frischmilch der Marke Bärenmarke wegen einer möglichen bakteriellen Verunreinigung zurück. Betroffen ist die Ein-Liter-Packung “Die frische Milch” (3,8 Prozent Fett) mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 30. November 2019. Bei Bärenmarke soll bei Routinekontrollen bei einzelnen Packungen eine Verunreinigung mit dem Keim Bacillus Cereus festgestellt worden sein, der zu Durchfall oder Erbrechen führen könne. Als Ursache wurde ein defektes Ventil identifiziert, durch das es zu einer mikrobiologischen Kontamination gekommen ist. Die technische Ursache wurde laut Hersteller unmittelbar beseitigt, so dass die Produktion anschließend wieder ohne Produktrisiko aufgenommen wurde. Andere Chargen und Artikel seien nicht betroffen, hieß es.

Screenshot: Baerenmarke.de
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Die Ware wurde bereits vorsorglich aus dem Handel genommen. Verbraucher, die einen der angegebenen Artikel gekauft haben, erhalten auch ohne Vorlage des Kassenbons eine Erstattung des Kaufpreises in ihren Einkaufsstätten. Verbraucheranfragen zur Bärenmarke-Milch beantwortet der Kundenservice unter der Hotline Tel. +49 6543 503 604 von 9:00 bis 18:00 Uhr.


Die Freisinger Molkerei Weihenstephan ruft derweil bundesweit Milch und Kakao zurück. Ein Produktionsfehler könne zum vorzeitigen Verderb der betroffenen Chargen führen. Betroffen sind Ein-Liter-Tetrapacks von “Weihenstephan H-Milch 3,5%” mit Mindesthaltbarkeitsdatum 8. Januar 2020 sowie von “Weihenstephan H-Kakao” mit Mindesthaltbarkeitsdatum 19. Februar 2020. Zum aktuellen Zeitpunkt seien gesundheitliche Beeinträchtigungen laut Hersteller “unwahrscheinlich”, könnren aber auch nicht vollständig ausgeschlossen werden. Das ursächliche technische Problem sei zwischenzeitlich behoben worden.

Bild: lebensmittelwarnung.de
Bild: lebensmittelwarnung.de


Verbraucher, die einen der angegebenen Artikel gekauft haben, könnten die Milch auch ohne Vorlage des Kassenbons bei ihrem Händler zurückgeben und sich den Preis erstatten lassen.

Erst im Oktober hatten der große Milchhändler Deutsches Milchkontor (DMK) und das Unternehmen Fude + Serrahn deutschlandweit bestimmte Packungen fettarmer Frischmilch vom Markt genommen. In einer Probe waren Bakterien gefunden worden, die Durchfallerkrankungen auslösen können.

Audi muss 40 000 alte Dieselautos zurückrufen
Auch in der Autobranche gibt es wieder einen aktuellen Rückruf: Rund 40 000 alten Audi-Dieselautos in Deutschland steht ein Rückruf in die Werkstatt bevor. Audi habe vom Kraftfahrtbundesamt (KBA) eine Rückruf-Anordnung für Fahrzeuge der Modellreihen A4 und A6 mit Sechszylinder-TDI-Motoren aus den Jahren 2004 bis 2009 erhalten, sagten Sprecher von Audi und KBA.

Audi muss aus der Motorsteuerung unzulässige Programme entfernen, mit denen die Fahrzeuge die erlaubten Stickoxid-Abgasgrenzwerte nur auf dem Prüfstand einhalten, auf der Straße jedoch überschreiten. Der Autobauer stelle jetzt “dem KBA eine technische Lösung vor, nach deren Freigabe die Kunden in die Werkstätten gerufen werden können”, erklärte der Audi-Sprecher. Insgesamt habe das KBA seit 2015 für 212 000 Audis Rückruf-Bescheide erlassen. Der Diesel-Skandal hat Audi rund 3,4 Milliarden Euro gekostet.

Weitere aktuelle Rückrufe: Kartoffelsalat kann Fremdkörper enthalten

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