Weil Tsunoda "geplant" ist: Daniil Kwjat vor Karriere-Ende in der Formel 1

Christian Nimmervoll
·Lesedauer: 2 Min.

Die Chancen von Daniil Kwjat, seine Karriere in der Formel 1 über 2020 hinaus fortzusetzen, schwinden. Zumindest bei Red Bull scheint der 26-jährige Russe keine Zukunft zu haben, weil drei der vier Cockpits bereits fix verplant sind und für das vierte nur Alexander Albon, Nico Hülkenberg und Sergio Perez in Frage kommen.

Bei Red Bull Racing ist Max Verstappen gesetzt. Wer sein Teamkollege wird, wird sich bald entscheiden. Bei AlphaTauri ist Pierre Gasly als Nummer 1 vorgesehen. Sollte er wirklich mit Renault/Alpine flirten, wie in Fankreisen spekuliert wird, würde Red Bull einem Wechsel kaum zustimmen. Zumal Alpines Fahrer für 2021 vertraglich feststehen (Alonso und Ocon).

Für Kwjat wird dann kein Platz mehr sein, denn die Nummer 2 bei AlphaTauri ist offenbar bereits fixiert. Man habe im Red-Bull-Juniorteam "derzeit nur einen Kandidaten für einen Formel-1-Sitz. Das ist Yuki Tsunoda, der Japaner." Und der sei, bestätigt Marko im Interview mit 'Sky', "geplant für AlphaTauri. Er muss nur noch die nötigen Punkte für die Superlizenz erreichen."

Das Thema Superlizenz wiederum sollte sich von selbst erledigt haben, denn die FIA hat dieser Tage erklärt, dass der "Formel-1-Führerschein" aufgrund der Coronavirus-Pandemie in Fällen von höherer Gewalt auch vergeben werden kann, wenn der betroffene Fahrer noch keine 40 Superlizenz-Punkte erreicht haben sollte.

Von außen betrachtet scheint Kwjats Karriere in der Formel 1 folgerichtig beendet zu sein, sofern er nicht überraschend noch bei Alfa Romeo oder Haas unterkommt, was von Branchenkennern nahezu ausgeschlossen wird. Er selbst habe zu der Situation aber "keine Updates", so Kwjat, von 'motorsport.com' mit dem Thema konfrontiert.

"Ich weiß nur, dass wir diese Saison noch sechs Rennen haben. In denen werde ich mein Bestes geben. Was andres kann ich eh nicht tun", sagt der ehemalige Formel-Renault- (2012) und GP3-Champion (2013). "Mir ist die Situation bewusst. Es gibt nicht mehr viele Cockpits. Aber wie gesagt: Ich kann eh nichts tun als mein Bestes geben."

Mit Bildmaterial von FIA.