Nächster Fall, Topspiel abgesagt: Handball im Corona-Chaos!

SID
·Lesedauer: 2 Min.

In der deutschen Handball-Nationalmannschaft ist nach Torhüter Johannes Bitter ein weiterer Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Dies teilte der Deutsche Handballbund (DHB) am Mittwoch mit. Der Name des Spielers, der sich aktuell in häuslicher Isolation befindet, wurde nicht genannt.

Das Ergebnis einer zweiten PCR-Testung wird im weiteren Tagesverlauf erwartet. Erst am Dienstagabend hatte der Verband die Infektion von Bitter veröffentlicht.

Liga-Topspiel abgesagt

Die positiven Tests beim DHB haben Auswirkungen auf den Bundesliga-Spielplan: Das für den Mittwochabend angesetzte Topspiel zwischen der SG Flensburg-Handewitt und MT Melsungen sagte die HBL "in enger Abstimmung mit den betroffenen Klubs" ab.

"Es ist eine rein präventive Maßnahme. Wir wollen auf Nummer sicher gehen", sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann dem SID.

Von den sieben deutschen Nationalspielern in den Reihen der beiden Klubs war im Rahmen der Lehrgangswoche keiner positiv getestet worden. "Da nach wie vor eine Infektionsgefahr nicht gänzlich auszuschließen ist, schützt die HBL GmbH vorsorglich Spieler und Personen in deren Umfeld", hieß es in der HBL-Mitteilung.

Die weiteren für den heutigen Mittwoch angesetzten vier Begegnungen werden wie geplant ausgetragen. Die am Donnerstag geplanten Partien des THW Kiel gegen die Füchse Berlin und TSV Hannover-Burgdorf gegen Frisch Auf Göppingen stehen allerdings auf der Kippe.

3. Liga setzt vorerst aus

Wegen der Coronavirus-Pandemie wird zudem die Handball-Saison in der 3. Liga sowie in der Jugend-Bundesliga bis zum Jahresende ausgesetzt. Das gab der DHB am Mittwoch ebenfalls bekannt. Die Wiederaufnahme ist Stand jetzt zum zweiten Wochenende im Januar geplant, "sofern dies die weitere Entwicklung" zulässt.

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"Unser oberstes Ziel ist es weiterhin, verantwortungsvoll Möglichkeiten für Handball zu schaffen. Priorität haben dabei Wiederaufnahme und Fortführung des Trainings", sagte DHB-Vorstandschef Mark Schober: "Dies gilt insbesondere für die Nachwuchstalente. Unabhängig von der formalen Einordnung als Profi- oder Amateursport kämpfen wir für alle Mannschaften auf politischer Ebene darum, dass sie trainieren können, wenn sie dies tun wollen."

Von insgesamt 131 Mannschaften der 3. Liga (72 Männer, 59 Frauen) habe derzeit ein Drittel keine Erlaubnis, weiter zu trainieren, teilte der DHB weiter mit. Etwa die Hälfte dürfe den Spielbetrieb auch ohne Zuschauer nicht aufnehmen.