Veranstalter droht Zverev mit Turnier-Ausschluss

Tennis-Veranstalter Edwin Weindorfer hält einen Ausschluss von Alexander Zverev bei den Kurz-Turnieren in Berlin für denkbar.

Wie Weindorfer der Süddeutschen Zeitung sagte, gebe es zwei Möglichkeiten: "Ich sage: Sascha, ich fasse dein Verhalten als Vertragsbruch auf. Dazu habe ich mich noch nicht entschieden. Die zweite Möglichkeit ist, dass ich sage: Sascha, du bekommst von uns eine Chance, aber hier sind ganz klare Verhaltensregeln."

Der Weltranglisten-Siebten Zverev soll bei den Show-Wettkämpfen in Berlin vor mehreren hundert Zuschauern Mitte Juli teilnehmen.

Doch nachdem am Sonntag Videoaufnahmen aufgetaucht waren, die den deutschen Topspieler bei einer Party zeigen, obwohl Zverev zuvor nach der umstrittenen Adria-Tour gesagt hatte, er wolle sich in häusliche Isolation begeben, ist seine Teilnahme wohl ungewiss.

Laut Weindorfer ist der Auftritt im Falle einer Entschuldigung für Zverev auch eine Chance, "dass er in Berlin die eine oder andere Klarstellung macht". Der Österreicher betonte aber auch: "Es ist nicht so, dass, wenn Sascha nicht spielt, das Turnier vor die Hunde geht."

Hanfmann sieht Zverevs Verhalten kritisch

Tennisprofi Yannick Hanfmann sieht Zverevs Verhalten derweil ebenfalls kritisch. "Er ist momentan eh nicht der Liebling der Medien und dann kommt die nächste Aktion", sagte der 28-Jährige in "Advantage - der Tennis & Sportpodcast".

"Ich habe das Video gesehen und mir gedacht: Mein Gott, Junge. Du machst dir das Leben echt nicht leicht", sagte Hanfmann. Man sehe zudem "auch mal wieder, dass man sich von den oberen Spielern wie Roger Federer oder Rafael Nadal nicht nur spielerisch etwas abschauen kann."

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Die Nummer 143 der ATP-Weltrangliste fügte an: "Den Beiden wäre so etwas ziemlich sicher nicht passiert."

Hanfmann betonte, erwachsene Menschen müssten überlegen, welche Konsequenzen ihr Handeln hat. Das habe Zverev überhaupt nicht getan: "Ich bin mal gespannt, ob es irgendwelche Konsequenzen gibt."

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mit Sport-Informations-Dienst (SID)