Welcher Schicksalsschlag Reus mit Armenien verbindet

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Welcher Schicksalsschlag Reus mit Armenien verbindet
Welcher Schicksalsschlag Reus mit Armenien verbindet

Nein, an Armenien hat Marco Reus nun wahrlich keine guten Erinnerungen.

Der BVB-Kapitän zog sich vor sieben Jahren in einem Testspiel vor der WM 2014 eine folgenschwere Verletzung zu. Der Teilriss des vorderen Syndesmosebandes oberhalb des linken Sprunggelenkes verhinderte letztlich, dass sich Reus heutzutage Weltmeister nennen darf.

Am Sonntag trifft der gebürtige Dortmunder, der in seiner Karriere immer wieder von Verletzungen verfolgt wurde, mit der Nationalmannschaft im WM-Quali-Spiel in Stuttgart auf eben jene Armenier. (WM-Qualifikation: Deutschland - Armenien am Sonntag ab 20.45 Uhr im LIVETICKER)

Spielt Reus neben Gnabry und Sané gegen Armenien?

Und wie damals könnte der 32 Jahre alte Routinier auch diesmal wieder in der Anfangsformation stehen. Feiert Reus sein Startelf-Comeback?

Nach SPORT1-Informationen beorderte Hansi Flick den Spielmacher am Samstag im Abschlusstraining in der Stuttgarter Mercedes-Benz-Arena in die A-Elf - hinter Stürmer Timo Werner und flankiert von den Bayern-Profis Serge Gnabry und Leroy Sané. Kai Havertz, der beim zähen 2:0 gegen Liechtenstein von Beginn an auflief, wird wegen eines grippalen Infekts ausfallen.

Lässt Flick Reus wirklich von Beginn an ran? Der neue Bundestrainer ist zweifelsohne ein Reus-Fan, betonte zuletzt, dass der Ex-Gladbacher „gerade im letzten Drittel eine enorme Qualität“ hat. (Alle News und Hintergründe zur deutschen Nationalmannschaft)

Flick schwärmt von Reus

„Marco ist einer, der den letzten Pass spielen kann, der immer in die Tiefe geht und im Direktspiel auch eine tiefstehende Abwehr knacken kann“, schwärmte Flick. Für den einstigen Erfolgstrainer des FC Bayern stehen Reus‘ Qualitäten „außer Zweifel“.

Gegen Liechtenstein feierte Reus am Donnerstag bereits seine DFB-Rückkehr nach 691 Tagen Abstinenz. Der Borusse, der zuvor am 13. Oktober 2019 (gegen Estland) letztmals den Adler auf der Brust trug, wurde nach 60 Minuten für Jamal Musiala gebracht und durfte in der Schlussphase sogar mit Kapitänsbinde spielen.

„Ich bin nach Manu (Neuer) der Älteste“, hatte Reus zu Beginn der Länderspielreise gesagt. „Ich bin Kapitän einer Vereinsmannschaft und möchte daher auch hier Verantwortung übernehmen. Ich will eine wichtige Rolle spielen.“ (DATEN: Spielplan und Ergebnisse der WM-Qualifikation)

Reus winkt Jubiläum im DFB-Team

Auf nur 45 Länderspiele (13 Tore) von 125 möglichen kommt Reus seit seinem Debüt 2011. Zum Vergleich: Gleichaltrige wie Thomas Müller (106 Länderspiele) oder Mats Hummels (76) kommen auf deutlich mehr Partien. Mit der EM 2012 und der WM 2018 hat der Offensiv-Star lediglich zwei große Turniere bestritten.

Die WM in Katar in 16 Monaten ist auch für ihn die vielleicht letzte Chance auf einen Nationalmannschafts-Titel. Im kommenden Monat feiert der Unvollendete, der sich nach der EM-Absage „fit und frisch“ fühlt, sein Zehnjähriges als Nationalspieler.

Auf die Frage, was er mit dem DFB noch erleben wolle, sagte Reus augenzwinkernd: „Ich hoffe, jede Menge.“ Armenien soll für ihn erst der Anfang sein.


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