Dänischer EM-Fluch hält an - Spanien winkt Titel-Triple

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Dänischer EM-Fluch hält an - Spanien winkt Titel-Triple
Dänischer EM-Fluch hält an - Spanien winkt Titel-Triple

Die alten Spanier hüpften wie kleine Kinder über das Spielfeld und konnten ihren erneuten EM-Coup kaum fassen. Mit einem 29:25 (13:14) besiegte der Titelverteidiger den favorisierten Weltmeister Dänemark und erreichte erneut das Endspiel. Im Finale am Sonntag (18.00 Uhr) greifen die Iberer gegen Schwedennach ihrem dritten EM-Gold nacheinander. (NEWS: Alles Wichtige zum Handball)

Bester spanischer Werfer vor 7286 Zuschauern im MVM Dome in Budapest war Rechtsaußen Aleix Gomez Abello mit elf Treffern. Zudem zeigte Torhüter Gonzalo Perez de Vargas eine überragende Leistung und ließ die Dänen-Stars um Torjäger Mikkel Hansen (8 Treffer) vor allem in der Schlussphase verzweifeln.

„Das war ein Sieg gegen eine Weltmacht. Was diese Mannschaft leistet, ist unglaublich“, jubelte Spaniens Kapitän Gedeon Guardiola vom TBV Lemgo: „Es war eine Show der Emotionen. Ich bin unheimlich stolz. Wir sind vielleicht nicht die beste Mannschaft, aber wir sind das beste Team.“

Dänemark wartet weiter auf EM-Titel

Dänemark, das schon seit 2012 auf einen EM-Titel wartet, hatte in der ersten Halbzeit bereits mit vier Toren in Führung gelegen, ehe die Spanier im zweiten Abschnitt das Kommando übernahmen und am Ende hochverdient in ihr viertes EM-Finale in Serie einzogen.

„Spanien war heute einfach besser, vor allem in der zweiten Halbzeit. Egal, was wir versucht haben, sie hatten immer die bessere Lösung parat“, sagte der dänische Rechtsaußen Lasse Svan von der SG-Flensburg-Handewitt.

Endspielgegner der Spanier, die in der Hauptrunde auch das deutsche Team bezwungen hatten (29:23), ist Rekord-Europameister Schweden. Die Skandinavier schlugen am Freitagabend Olympiasieger Frankreich knapp mit 34:33.

Vor den Halbfinalspielen hatte Norwegen sich den fünften Platz gesichert. Das Team um den Kieler Sander Sagosen (8 Tore) besiegte Island am Freitagnachmittag nach Verlängerung mit 34:33 (27:27, 16:12) und schnappte sich damit ein Ticket für die Handball-WM, die im kommenden Jahr in Schweden und Polen stattfindet.

Leistungen von Landin und Hansen reichen nicht

„Eine Medaille zu gewinnen, dafür sind wir hier, und wie immer wollen wir jetzt den ganzen Weg gehen. Daran besteht kein Zweifel“, hatte Dänen-Coach Nicolaj Jacobsen vor der Neuauflage des olympischen Halbfinales angekündigt. Dieser Wille war beiden Teams von Beginn an deutlich anzumerken. Doch es fehlte zunächst an Präzision. Technische Mängel wechselten sich ab mit teils haarsträubenden Fehlpässen und einigen Fehlwürfen. (DATEN: Spielplan und Ergebnisse der Handball-EM)

Davon profitierten im ersten Abschnitt die Dänen. Hinten hielt der Kieler Torhüter Niklas Landin einen Wurf nach dem anderen und vorne zeigte sich vor allem Rückraum-Ass Hansen treffsicher. Als Jungstar Mathias Gidsel nach 18 Minuten zum 8:4 einnetzte, schien es für den Weltmeister der Jahre 2019 und 2021 nach Plan zu laufen.

Doch Spanien blieb ausgesprochen cool und vor allem dank der Paraden von Keeper Perez de Vargas im Spiel. Bis zur Pause war der Rückstand auf ein Tor geschmolzen. Als die Mannschaft von Trainer Jordi Ribera beim 17:16 erstmals in Führung ging, nahm das Schicksal für die Dänen seinen Lauf. Spanien baute seinen Vorsprung weiter aus und ließ nichts mehr anbrennen.

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