Werder-Idol fordert Trennung von Kohfeldt

dpa
Sport1

Der frühere norwegische Fußball-Star Rune Bratseth hat seine Forderung nach einer Ablösung von Florian Kohfeldt als Trainer des abstiegsgefährdeten Bundesligisten Werder Bremen erneuert.

"Ich will mich nicht in die Vereinspolitik einmischen", sagte das 59 Jahre alte Klub-Idol dem Kicker. Aber er glaube nicht, "dass in dieser Konstellation noch eine Wende möglich sein wird".

Bratseth hatte das Spiel der Bremer gegen Bayer Leverkusen (1:4) für den norwegischen Sender Viasat verfolgt. Schon da hatte er festgestellt: "Das sollte sein letztes Spiel gewesen sein."

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Werder-Ikone Mario Basler hatte im Gespräch mit SPORT1 dagegen die Spieler scharf kritisiert. "Kohfeldt ist ein hervorragender Trainer. Ich bin von ihm als Mensch und Trainer überzeugt und er passt hervorragend zu Werder Bremen, aber aus einem Ackergaul kann man eben kein Rennpferd machen", sagte der SPORT1-Experte.

Baumann stellt sich hinter Kohfeldt

Werder-Geschäftsführer Frank Baumann hält an Kohfeldt trotz Platz 17 in der Tabelle fest. "Ich bleibe dabei, dass Florian für diese Situation, für diese Mannschaft und für diesen Verein der richtige Trainer ist", hatte er einen Tag nach der Niederlage gegen Bayer bei einer Online-Pressekonferenz in Bremen gesagt.

Bratseth findet es "grundsätzlich" gut, wenn ein Verein lange einen Trainer stützt. "Und ich schätze Florian Kohfeldt nach wie vor sehr, als Menschen wie als Fachmann. Aber: Es kann eben der Punkt kommen, an dem man sagen muss: Es geht leider nicht mehr."


Werder habe keine schlechte Mannschaft. Aber man sehe in den Gesichtern der Spieler, "dass sie einfach Angst haben. Die große Frage ist deshalb: Glauben die Spieler noch daran? Und glaubt der Trainer selbst wirklich noch daran?"

Bratseth spielte für die Bremer von 1986 bis 1995. In der Zeit wurde der Abwehrchef jeweils zweimal deutscher Meister und Pokalsieger und holte mit dem Club 1992 den Europapokal der Pokalsieger.

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