"Das tut weh": Werder taumelt Richtung Abstieg

Sportinformationsdienst, SPORT1
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Am 25. Spieltag trafen mit Hertha BSC Berlin und Werder Bremen zwei Sorgenkinder der Liga aufeinander.

Im Berliner Olympiastadion konnte im Abstiegskampf allerdings kein Sieger ermittelt. Beide Mannschaften trennten sich 2:2 (1:2). (Das Spiel zum Nachlesen im LIVETICKER)

Vor 58.028 Zuschauern im Olympiastadion erzielten Josh Sargent (3.) und Davy Klaassen (7.) die frühen Tore für Bremen. Nationalspieler Niklas Stark (41.) und Winter-Einkauf Matheus Cunha (61.) waren für Berlin erfolgreich.

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"Das tut weh. Ein Unentschieden ist nicht genug", sagte Werder-Spieler Davy Klaassen. Mitspieler Kevin Vogt trauerte nach dem verspielten 2:0-Vorsprung am Sky-Mikrofon ebenfalls "zwei verlorenen Punkten" hinterher. 

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Was wird aus Nouri bei Hertha? 

Bremen steht nun mit 18 Punkten weiterhin auf Tabellenrang 17, Hertha mit 28 Punkten auf Platz 13 auch weiter in der Gefahrenzone. (SERVICE: Die Tabelle)

Werder landete zumindest einen Teilerfolg und stoppte nach zuvor neun Niederlagen aus zehn Ligaspielen den Abwärtstrend.

Der Hertha-Fans bedachten ihre Spieler nach dem Spiel teilweise mit Pfiffen. "Es ist ärgerlich, dass wir die Anfangsphase wieder so verpennen", moserte Torschütze Stark. 

Die Diskussion um die Weiterbeschäftigung seines Trainers Alexander Nouri dürfte trotz der erneuten Aufholjagd nicht vom Tisch sein.

Werder mit frühem Doppelschlag 

Die Partie hatte noch nicht angefangen, da führten die Bremer bereits.

Für den ehemaligen Herthaner Davie Selke, der laut Vertragsklausel gegen seinen Ex-Klub nicht auflaufen durfte, stand Sargent im Sturm. Der US-Amerikaner schoss die Grün-Weißen in der 3. Minute mit einem Distanzschuss aus ca. 17 Metern in Führung. Herthas Keeper Thomas Kraft war machtlos.

Hertha wirkte konsterniert, die Zuordnung stimmte überhaupt nicht, die Abwehrspieler waren viel zu weit von ihren Gegenspielern entfernt. 

Nur drei Minuten später erhöhte dann Mittelfeldmann Davy Klaassen (6.) zum 2:0. Milot Rashica konnte auf dem linken Flügel in Ruhe Maß nehmen, ehe Klaassen unbedrängt einköpfte. Herthas Kapitän Stark hatte sich komplett verschätzt.

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Berliner bewiesen Moral 

Trainer Nouri wirkte am Spielfeldrand wieder nicht sonderlich engagiert, eher schon etwas teilnahmslos. Die Fans pfiffen, ließen ihre Wut aber zunächst an einem altbekannten Feindbild aus: "Scheiß DFB" hallte es durch das Olympiastadion.

Hertha musste nun kommen, und im Spiel nach vorne zeigten sich erschreckende Mängel. Die Innenverteidiger Stark und Jordan Torunarigha wussten oft nicht, wohin mit dem Ball, hoben ratlos die Arme und passten ins Leere. Bis zum gegnerischen Strafraum gelangten die Gastgeber nur selten, so dass die zuletzt so schwache Bremer Abwehrkette kaum in Bedrängnis geriet.

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Immerhin zeigten die Berliner Moral, rannten verlorenen Bällen hinter und kamen vor der Pause zum Anschluss.

Dass die Hausherren dennoch in der ersten Hälfte verkürzen konnten, verdankten sie Kapitän Niklas Stark (41.), der nach einem Freistoß von Plattenhardt per Kopf verwandelte.

Nach dem Wechsel blieb Hertha die aktivere Mannschaft, ohne zu glänzen. Für den Ausgleichstreffer zum 2:2 benötigten die Hausherren allerdings die Mithilfe von Bremens Keeper Stefanos Kapino, der den Ball nach einem Schuss von Maximilian Mittelstädt in die Mitte faustete. Der Brasilianer Cunha bedankte sich und traf zum Ausgleich. 

Hertha blieb engagiert, Nouri brachte Stürmer Vedad Ibisevic. Einen vermeintlichen Handelfmeter für die Berliner nahm Schiedsrichter Guido Winkmann (Kerken) in der Schlussphase nach Ansicht der Videobilder zurück. 

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