Werner offenbart: "Ich habe mich schuldig gefühlt"

SPORT1
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Werner offenbart: "Ich habe mich schuldig gefühlt"
Werner offenbart: "Ich habe mich schuldig gefühlt"

Ehrliche Worte von Timo Werner!

Der deutsche Nationalspieler hat sich bei Sky Sports kritisch zu seiner Rolle beim Aus von Frank Lampard als Trainer beim FC Chelsea im Januar geäußert. "Natürlich, wenn ich vier oder fünf Tore mehr geschossen hätte, wäre der alte Trainer vielleicht noch hier, weil wir dann vielleicht zwei oder drei Spiele mehr gewonnen hätten." (NEWS: Alles zur Premier League)

Daher habe der 24-Jährige während seiner monatelangen Torflaute viel mit sich gehadert.

Während Werner nach seinem Wechsel von RB Leipzig an die Stamford Bridge gleich durchstarten und wettbewerbsübergreifend acht Tore erzielen konnte, gab es am 12. Spieltag der Premier League einen Bruch. Danach gelang ihm in 19 Pflichtspielen lediglich ein Tor! (Spielplan und Ergebnisse der Premier League)

Timo Werner: "Habe mich schuldig gefühlt"

"Wenn man hierher kommt, um als Stürmer zu spielen und der Mann zu sein, der die Tore schießt, habe ich mich natürlich ein bisschen schuldig gefühlt, dass ich so viele Chancen vergeben habe. Für den Verein, für den alten Trainer, aber auch für mich, weil ich immer und so oft wie möglich ein Tor machen möchte", offenbarte der deutsche Nationalspieler.

Der gebürtige Stuttgarter ging sogar noch einen Schritt weiter und bezeichnete diese Phase als "die schlechteste Zeit meiner Karriere, weil ich noch nie so viele Großchancen vergeben hatte. Ich war noch nie so lange ohne Tor."

Umso größer war die Erleichterung nach seinem Treffer am 24. Spieltag gegen Newcastle United. Dennoch bereut er seinen Wechsel nach London nicht.

Ganz im Gegenteil: "Wenn ich auf mein halbes Jahr bei Chelsea zurückblicke, war es nicht die schwierigste Zeit in meiner Karriere, sondern die beste Zeit, um neue Dinge zu lernen."

Neues Selbstvertrauen durch Thomas Tuchel

Neben seinem Tor ist auch der neue Trainer ein Grund für das neu gewonnene Lachen.

Zwar habe er mit Lampard keinerlei Probleme gehabt, aber dass er sich mit Neu-Coach Thomas Tuchel nun auf Deutsch unterhalten könne, mache einiges leichter: "Es ist anders, wenn man sich mit jemandem in seiner eigenen Sprache unterhält, weil ein einziges Wort ausreicht, um einen Satz komplett zu verändern."

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Zudem kennen Tuchel und seine Assistenten Werner bereits aus der Bundesliga, weshalb sie um seine Fähigkeiten wussten. "Er hat mir das Vertrauen zurückgegeben und die Zuversicht, wieder der Timo aus der Bundesliga zu sein, wieder ganz oben zu stehen und Tore zu schießen."

Werners Saisonziel: "Zehn Tore"

Dank des neuen Selbstvertrauens formuliert Werner auch wieder mutige Ziele.

Wie weit es für die Blues in der Champions League oder dem FA Cup gehen könne, könne er nicht vorhersagen. Aber in der Liga soll es unter die besten vier Teams gehen. "Das wäre perfekt." (Tabelle der Premier League)

Für sich selbst hofft er auf weitere Tore. "Vielleicht komme ich auf zehn Tore, das wäre gut für meine erste Saison."

Sollte er dieses Ziel erreichen, könne er mit einem guten Gefühl zur Europameisterschaft im Sommer reisen.