Wettskandal erschüttert Tennis-Welt

Wettskandal erschüttert Tennis-Welt
Wettskandal erschüttert Tennis-Welt

Dem Tennis droht Ungemach!

Nachdem der Weltverband ITF bereits wegen möglicher angekündigter Doping-Tests in der Kritik steht, droht nun ein weiteres Thema den Verband zu erschüttern.

So berichtet das ZDF, dass es im Tennis zahlreiche Spielmanipulationen gibt. Dabei stehen vor allem zwei Top-50-Spieler im Fokus. So sollen der Georgier Nikoloz Basilashvili, Nummer 26 der Weltrangliste, und der Russe Aslan Karatsev, Platz 42 in der Welt, Spiele bewusst verschoben haben.

Darüber hinaus wird auch der belarussische Trainer Yahor Yatsik, der die beiden Profis eine Zeit lang trainiert hat, schwer belastet. Er soll dabei in „mindestens zwei Fällen“ Spielern Geld geboten haben, um Partien zu verschieben.

Schwere Vorwürfe gegen Trainer Yatsik

Ein anonymer Trainerkollege aus Osteuropa schildert beim ZDF die Rolle von Yatsik: „Er ist seit Jahren involviert im Wettbetrug und arbeitet mit Leuten zusammen, die mit Matchfixing in Russland und Osteuropa zu tun haben.“

Dabei erklärt er auch, wie Yatsik die Spieler überzeugt. „Er hat immer viel Geld bei sich, ist auf der Tour unterwegs und sucht nach jungen Spielern oder Spielerinnen, die Probleme haben, finanzielle oder mentale. Die er leicht überzeugen kann mit Geld“, meint er.

So soll er auch Karatsev und Basilashvili für sich gewonnen haben. Laut den Informationen vom ZDF gibt es fünf konkrete Fälle gegen die drei. Das aktuellste Match mit auffällig hohem Wetteinsatz soll eine Doppel-Partie des Russen beim ATP-Turnier in Stuttgart sein. Demnach sollen rund 500.000 Euro für das Erstrundenmatch gewettet worden sein.

In Frankreich laufen Verfahren

Gegen die beiden Tennis-Profis laufe zudem ein Verfahren in Frankreich. So sollen sie 2020 im Rahmen der French Open von der Polizei verhört worden sein, das berichtet L‘Equipe. Seitdem habe es jedoch keine weiteren Maßnahmen gegeben. Pikant: Die Freundin von Karatsev, Sofia Dmitrieva, wurde von der ITF wegen Wettbetrug bereits lebenslang gesperrt.

Die ITF und die zuständige International Tennis Integrity Agency äußerten sich auf Nachfrage vom ZDF nicht. Sportradar, die Monitoringfirma, die für den Tennis-Weltverband ITF den Wettmarkt beobachtet, bestätigte zwar, dass „Matches von Aslan Karatsev analysiert“ wurden, aber genaue Details können sie aufgrund der Verträge nicht nennen.

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