Willi Weber: Habe nach Schumachers Unfall "getrauert wie ein Hund"

Christian Nimmervoll
motorsport.com

Auf der ganzen Welt nehmen Millionen von Formel-1-Fans Anteil am Schicksal von Michael Schumacher. Einer von ihnen ist auch Willi Weber, der langjährige Manager des siebenmaligen Weltmeisters. Denn wie er in einem Interview mit 'Motorsport-Total.com' zugibt, hat der heute 78-Jährige inzwischen keinen persönlichen Kontakt mehr zu Schumacher oder dessen Familie.

"Ich bedaure das sehr", sagt Weber mit hörbar emotionaler Stimme, ringend nach den richtigen Worten. Er habe nach Schumachers Skiunfall im Jahr 2013 "getrauert wie ein Hund. Es hat mich wahnsinnig schwer getroffen, das können Sie sich vorstellen."

"Irgendwann", sagt er, "musste ich mich von Michael befreien, lossagen." Sein ganzes Leben stand er in enger Verbindung zu Schumacher, und als öffentliche Person wird er heute noch mit dessen Vermächtnis in Verbindung gebracht.

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"Wenn mich die Menschen erkennen, egal wo ich bin, sagen sie: 'Sie sind doch der Ex-Manager vom Schumacher. Wie geht's ihm denn?'"

Eine Frage, die Weber nicht beantworten kann. Schumachers Familie schützt ihre Privatsphäre wie ein Heiligtum, und da zu Weber kein Kontakt mehr besteht, weiß dieser auch nicht mehr als alle anderen "Schumi"-Fans.

Dass ihn das verletzt, daraus macht "Mister 20 Prozent" kein Geheimnis. Es kämen "immer wieder Erinnerungen" hoch, sagt er. Und gibt zu: "Das tut schon weh."

Das komplette Interview mit Willi Weber über seine Zeit mit Michael Schumacher wird am 26. Juni im Formel-1-Podcast Starting Grid veröffentlicht. Highlights daraus gibt's schon jetzt als YouTube-Video oder als Fotostrecke zum Durchklicken auf Motorsport-Total.com.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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