Williams: Russell hat nach Mercedes-Einsatz einige Ideen für 2021

Juliane Ziegengeist
·Lesedauer: 2 Min.

Auch wenn die Ausbeute seines Einsatzes im Mercedes auf dem Papier am Ende nur Platz neun bedeutete, nahm George Russell aus dem Rennwochenende in Sachir doch weit mehr mit als das - darunter auch einige Ideen für Verbesserungen am Williams, die dem Team mit Blick auf die Saison 2021 helfen könnten.

Russell war beim Grand Prix von Sachir als Ersatz für Weltmeister Lewis Hamilton nominiert worden, nachdem dieser wegen einer Corona-Infektion nicht teilnehmen konnte. Ein verpatzter Boxenstopp und später Reifenschaden kosteten den jungen Briten im Rennen dann aber die Chancen auf seinen ersten Formel-1-Sieg.

Direkte Geheimnisse von Mercedes darf Russell nach seiner Rückkehr zu Williams zwar nicht preisgeben. Was er über die Arbeitsweise des Herstellers gelernt hat, könnte ihn und sein Team aber dennoch voranbringen. So verrät Williams-Chefingenieur Dave Robson, dass Russell bereits einige Vorschläge hatte, was man verbessern könnte.

Starts im Williams verbessern

Etwa, wenn es um das Startsystem geht: "Es ist etwas, das er erwähnt hat", sagt Robson. "Er hatte einen besonders guten Start im Mercedes, und er hatte einige gute Starts in unserem Auto, aber ich denke, was uns fehlt, ist die Beständigkeit. Es liegt wahrscheinlich mehr daran, was sie an ihrem Auto machen, als am Fahrer."

Russell habe dahingehend ein paar Ideen, "vor allem wie man das Kupplungspedal verändern könnte, also die Art der Ergonomie, wie sie es machen", erklärt Robson weiter. "Das ist etwas, das wir uns über den Winter anschauen können."

Zwar räumt der Chef für Fahrzeug-Performance ein: "Ich denke, dass die Antriebssysteme ein bisschen zu unterschiedlich sind, aber was eher interessant ist, ist die Reifenvorbereitung und wie man den Grip versteht, den man am Start haben wird, um die Kupplung zu optimieren. Ich denke, da gibt es für uns noch einiges zu lernen."

Keine 1:1-Übertragung möglich

Auch wenn die unterschiedlichen Konzepte der Mercedes- und Williams-Autos bedeuten, dass die Spezifika der Designs nicht übertragen werden können, glaubt Robson, dass es durchaus Ansatzpunkte gibt, um die eigene Performance zu steigern.

"Die grundsätzliche Geschwindigkeit des Autos ist wahrscheinlich so unterschiedlich, dass wir unser Auto nicht einfach so machen können wie dort - so einfach wie er (Russell) es wahrscheinlich gerne hätte", sagt er. "Aber wenn wir uns einmal richtig mit ihm zusammensetzen, werden wir vielleicht die Prioritäten anders setzen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.