Wirbel vor Tour-Start: Hausdurchsuchungen bei Bahrain-Victorious

Wirbel vor Tour-Start: Hausdurchsuchungen bei Bahrain-Victorious
Wirbel vor Tour-Start: Hausdurchsuchungen bei Bahrain-Victorious

Die 109. Tour de France steht in den Startlöchern und beginnt am Freitag (01.07.) in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen.

Unmittelbar vor der Abreise zur Tour de France gab es Aufregung beim Team Bahrain-Victorious. Laut Angaben der Mannschaft aus dem Golf-Staat seien Wohnungen von Fahrern und Betreuern durchsucht worden.

Welche Personen genau betroffen waren und aus welchem Grund die Polizei diese Durchsuchungen ausgeführt habe, wird nicht mitgeteilt.

Stattdessen klagten die Verantwortlichen über das Vorgehen inmitten der Tour-Vorbereitung: „Unser Team ist der Ansicht, dass der Zeitpunkt dieser Untersuchung darauf abzielt, den Ruf der Mannschaft absichtlich zu schädigen“, schrieb der Rennstalls auf der eigenen Website.

Im vergangenen Jahr gewann Bahrain-Victorious nach drei Etappensiegen die Teamwertung beim wichtigsten Radrennen der Welt. Allerdings geriet das Team schon damals in die Schlagzeilen, weil in den Pyrenäen Hotelzimmer von der französischen Sondereinheit OCLAEPS durchsucht worden waren – Ursache waren Doping-Verdächtigungen.

Keine Kenntnisse über Ermittlungsstand

Dabei wurden nach Angaben der Fahrer unter anderem Handys beschlagnahmt.

Der Rennstall schrieb dazu: „Wir waren das einzige Team bei der Tour de France, das während des Rennens im vergangenen Jahr untersucht wurde. Zu keinem Zeitpunkt und bis heute wurde das Team von der Staatsanwaltschaft Marseille über den Fortschritt, die Ergebnisse oder Rückmeldungen zu den Ermittlungen informiert.“

Und weiter: „Bahrain Victorious hat wiederholt Akteneinsicht oder Kenntnisnahme über den Ermittlungsstand beantragt, jedoch bislang erfolglos.“

„Unser Team hat immer völlig transparent mit allen zuständigen Institutionen zusammengearbeitet und wird dies auch in Zukunft tun, in der Hoffnung auf mehr Transparenz und Gefühl für Unabhängigkeit der Ermittler sowie der Gleichbehandlung aller Teams“, versichert die Mannschaft aus dem Wüstenstaat.

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