WM ohne deutsche Beteiligung

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WM ohne deutsche Beteiligung
WM ohne deutsche Beteiligung

Die deutschen Gewichtheber und Gewichtheberinnen verzichten auf eine Teilnahme an der am Dienstag beginnenden WM in Taschkent/Usbekistan (7. bis 17. Dezember). Die Entscheidung wurde zugunsten der Belastungssteuerung getroffen. „Normalerweise gibt es keine WM in einem olympischen Jahr. Unsere Athletinnen und Athleten sammeln sich jetzt und bereiten sich auf die anstehende Qualifikation für die Olympischen Spiele in Paris 2024 vor“, sagte Florian Sperl, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Gewichtheber (BVDG), dem SID.

Sperl gibt "vier Startplätze" als Ziel für Paris aus. Ebenso viele hatte das deutsche Team für die Olympischen Spiele in Tokio ergattert.

Trotz der Skandale und Negativschlagzeilen im Gewichtheben ist sich Sperl weiter sicher, dass die Sportart auch in Paris noch olympisch sein wird. Das Gewichtheben ist beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) aufgrund zahlreicher Dopingvergehen in den vergangenen Jahren sowie Doping-Vertuschung und Korruption im Weltverband IWF in Ungnade gefallen. Das dienstälteste IOC-Mitglied Richard Pound hatte während der Sommerspiele in Tokio in einem ARD-Interview einen Ausschluss von kommenden Olympischen Spielen als Option ins Spiel gebracht.

Bei den Neuwahlen des IWF-Vorstands in Taschkent (20. und 21. Dezember) will Sperl für das Amt des Vizepräsidenten kandidieren, um die geforderten Reformen voranzutreiben. Eine Verschiebung der Wahlen ins erste Quartal 2022 ist aber noch möglich.

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