Umstrittenes F1-Finale: Mercedes-Boss Wolff legt nach!

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Umstrittenes F1-Finale: Mercedes-Boss Wolff legt nach!
Umstrittenes F1-Finale: Mercedes-Boss Wolff legt nach!

Mercedes-Teamchef Toto Wolff hat im anhaltenden Zoff um das ebenso spektakuläre wie umstrittene Saisonfinale der Formel 1 noch einmal mit markigen Worten nachgelegt. (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Bereits am Donnerstag hatte er mit Blick auf den verpassten WM-Titel von Lewis Hamilton bei einer Medienrunde erklärt: „Wir werden nie darüber hinwegkommen. Das ist nicht möglich, schon gar nicht als Fahrer.“

Im Interview mit der Bild verpasste der Mercedes-Boss der Titelentscheidung zwischen Hamilton und Max Verstappen nun sogar eine historische Dimension. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

Formel 1 wie Hand Gottes und Wembley-Tor?

Darauf angesprochen, ob es die größte Ungerechtigkeit der Sportgeschichte gewesen sei, meinte Wolff: „Sie steht auf jeden Fall auf einer Stufe mit der Hand Gottes von Diego Maradona oder dem Wembley-Tor von 1966.“

Allerdings stellte er auch klar, Hamilton sei nicht um den Titel betrogen worden, sondern „eine inkonsistente Entscheidung des Renndirektors hat Lewis den Titel genommen“. Daher sei er aktuell auch nicht an einem Gespräch mit Formel-1-Rennleiter Michael Masi interessiert.

Der Beschluss, die ursprünglich eingelegte Berufung gegen das FIA-Urteil zurückzunehmen, wurde laut Wolff derweil in Absprache mit Hamilton getroffen. (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)

„Auch wenn wir vor jedem normalen Gericht gesiegt hätten, wollten wir den Titel nicht am grünen Tisch gewinnen“, erklärte Wolff.

Mercedes-Boss Wolff: „Herz und Seele weinen“

Die Erfolgsaussichten der Berufung beim Weltverband FIA seien ohnehin gering gewesen, weil dieser „gleichzeitig Angeklagter und Richter gewesen wäre. Das setzt ein Gefühl der Machtlosigkeit frei. Genau wie am Sonntag in der letzten Runde. So habe ich mich zuletzt als Kind gefühlt.“

Mit emotionalen Worten führte der 49-Jährige aus: „Mein Herz und meine Seele weinen noch mit jeder Pore. Wenn die Prinzipien des Sports außer Acht gelassen werden und die Stoppuhr nichts mehr wert ist, beginnt man zu hinterfragen, ob all die Arbeit, Blut, Schweiß und Tränen es wert sind.“

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