Wolff teilt gegen Red Bull aus

Von Mitleid keine Spur!

„Diese Argumentation, die stimmt so nicht“, reagierte Toto Wolff bei Sky im Rahmen des Mexiko-GP (das komplette Rennwochenende im SPORT1-Liveticker) auf die Erklärungen von Christian Horner, warum Red Bull die Budgetobergrenze in der vergangenen Formel-1-Saison verletzt hatte. (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)

Schon vor Verkündigung der FIA-Strafe betonte der Red-Bull-Boss immer wieder, dass kein Cent zu viel für die Performance ausgegeben wurde. Vielmehr sei das Geld, das über dem Budget lag, in andere Bereiche wie das Catering geflossen. Von Andreas Seidl, Teamchef bei McLaren, bekam Horner dafür in den vergangenen Tagen Zuspruch. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

Zwar forderte auch der Deutsche eine klare Strafe. Allerdings räumte er auch ein, dass man unterscheiden müsse, „ob jemand zu viel für das Catering ausgegeben oder aber einen klaren Vorteil in der Leistung des Autos gehabt hat.“

Wolff knallhart: „Erklärungen überflüssig“

Eine Sichtweise, die Wolff nicht teilt. „Wir haben ja auch ein Restaurant und wir haben auch Krankenstände. (...) Wenn du mehr Geld für den Rest über hast, dann gibst du es auch aus für die Technik“, stellte der Mercedes-Motorsportchef unmissverständlich klar.

Und überhaupt scheint der 50-Jährige der Erklärungen des Weltmeisterteams überdrüssig. „Am Ende des Tages sind Erklärungen sowieso überflüssig, weil neun von zehn Teams sind unter dem Cap geblieben“, gab er sich hart und setzte noch einen drauf: „Eins ist drüber und die erzählen jetzt halt die Geschichten.“ (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)

Horner schlägt Alarm nach FIA-Strafe

Am Freitag hatte die FIA endlich das Strafmaß für Red Bull bekanntgegeben. Das Team von Weltmeister Max Verstappen muss sieben Millionen Dollar zahlen und verliert in den kommenden zwölf Monaten wertvolle zehn Prozent Entwicklungszeit im Windkanal.

Horner bezeichnete die Strafe über sieben Millionen Dollar als „enorm viel Geld“. Viel härter treffe den Rennstall aber die Reduzierung der Testzeit. Die zehn Prozent sähen in der Theorie vielleicht nicht nach viel aus - seien in Wahrheit aber „drakonisch“ und bis zu einer halben Sekunde in Rundenzeit wert. (NEWS: Red Bull schlägt Alarm)

Sollte sich diese Ankündigung bewahrheiten und Red Bull in der kommenden Saison wirklich nur hinterherfahren, darf man von Wolff wohl kein Mitleid erwarten.

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