"Wollen Vernichtung!" Reindl attackiert seine Gegner

  • Hoppla!
    Ein Fehler ist aufgetreten.
    Versuchen Sie es später noch einmal.
·Lesedauer: 3 Min.
In diesem Artikel:
  • Hoppla!
    Ein Fehler ist aufgetreten.
    Versuchen Sie es später noch einmal.
"Wollen Vernichtung!" Reindl attackiert seine Gegner
"Wollen Vernichtung!" Reindl attackiert seine Gegner

Die Spieler jubelten über den ersten Deutschland-Cup-Triumph seit sechs Jahren, und Bundestrainer Toni Söderholm gewann wichtige Erkenntnisse für sein Olympia-Team. Doch der Streit im Verband sorgt weiter für Unruhe im deutschen Eishockey: Präsident Franz Reindl griff die Opposition frontal an.

Nach dem 4:1 (2:0, 1:1, 1:0) zum Abschluss des Heimturniers in Krefeld gegen die Slowakei hielt die Nationalmannschaft erstmals seit 2015 wieder den Siegerpokal in Händen und machte beim letzten Casting 82 Tage vor den Winterspielen in Peking Werbung in eigener Sache.

Aber mehr als ein Drittel dieses Teams wird in China neben den NHL-Stars Leon Draisaitl, Philipp Grubauer und Moritz Seider wohl nicht auflaufen.

Söderholm hat die Qual der Wahl für die Olympischen Spiele (4. bis 20. Februar 2022). Pluspunkte sammelten in Krefeld unter anderem der Wolfsburger Torhüter Dustin Strahlmeier, der beim 3:0 gegen die Schweiz alle 28 Schüsse abwehrte und auch gegen die Slowakei den Sieg festhielt, die WM-Verteidiger Marco Nowak und Fabio Wagner sowie die Berliner Pyeongchang-Silberhelden Marcel Noebels und Leo Pföderl.

Tobias Rieder krönt seine Turnierleistung

Vor allem aber überzeugte der Schweden-Legionär Tobias Rieder, der nicht nur seine Defensivqualitäten unterstrich, sondern auch die Siegtore beim 4:3 gegen Russland und gegen die Schweiz erzielte. Gegen die Slowaken traf der Ex-NHL-Stürmer noch zweimal (6./56.), Pföderl (1.) war zum dritten Mal erfolgreich. Zudem erzielte der Wolfsburger Dominik Bittner (39.) ein Überzahltor.

„Es ist beeindruckend, wie die Jungs füreinander kämpfen“, sagte Söderholm, der vor allem Spieler für bestimmte Rollen sucht: „Man hat gewisse Puzzleteile, sie müssen alle irgendwo reinpassen.“

DEB-Präsident Reindl spricht Klartext

Aufhorchen ließ DEB-Präsident Reindl, der am MagentaSport-Mikro seine internen Gegner scharf attackierte. „Da gibt es zwei, drei Menschen, die nicht die Aufklärung wollen, sondern die Vernichtung“, sagte der Präsident, der wegen seiner Tätigkeit als bezahlter Geschäftsführer einer DEB-Tochtergesellschaft in die Kritik mehrerer Landesverbände geraten ist, „ich weiß nicht, woher der Hass kommt.“

Der 66-Jährige, der im September bei der Wahl zum Präsidenten des Weltverbandes IIHF gescheitert war, deutete an, doch als Chef des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) weitermachen zu wollen: „Die Schläge motivieren mich eher.“ Der verbandsinterne Krach habe Folgen: „Das belastet uns alle und trifft den deutschen Eishockeysport.“

So hat sich Erfolgstrainer Söderholm noch nicht entschieden, ob er seinen im nächsten Jahr auslaufenden Vertrag verlängern wird. „Zeitnah“ will Sportdirektor Christian Künast „dieses Thema vom Tisch“ haben und setzte eine Deadline: Bis zur WM in Finnland (13. bis 29. Mai 2002) „muss es geklärt sein“.

Geklärt ist die Impffrage: Alle Spieler, die in Peking spielen sollen, „werden zu dem Zeitpunkt geimpft sein“, betonte Künast. Wegen der Quarantänebestimmungen hatte der DEB angekündigt, keine Ungeimpften mitzunehmen.


Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.