Woran ein spektakulärer Tausch scheiterte

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Woran ein spektakulärer Tausch scheiterte
Woran ein spektakulärer Tausch scheiterte

In Zeiten, in denen wegen der Coronakrise der Transfermarkt nur sehr schleppend zum Laufen kommt, standen der FC Augsburg und Eintracht Frankfurt in intensiven Verhandlungen. Wie SPORT1 exklusiv erfuhr, wollte Sportvorstand Markus Krösche Flügelspieler Marco Richter an den Main locken. Der neue Mann an der Spitze der Eintracht kämpfte mehrere Wochen um den Offensivmann.

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Eintracht und Augsburg verhandelten über Kohr-Richter-Tauschgeschäft

Gleichzeitig waren die Augsburger an einer Rückholaktion von Dominik Kohr interessiert. Der Mittelfeldmann hatte eine starke Rückrunde mit dem FSV Mainz 05 hingelegt und seine Qualitäten als Abräumer und Antreiber unter Beweis gestellt. Manager Stefan Reuter erinnerte sich an Kohr, der von Januar 2014 bis Sommer 2017 für den FCA in 102 Pflichtspielen drei Treffer erzielte und acht Vorlagen beisteuerte. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Die Parameter passten – zumindest auf dem Papier. Doch es gab ein gewichtiges Problem: die Rechnung von Reuter. Richter sei, so soll es der FCA-Manager gesehen haben, mehr als doppelt so teuer wie Kohr, obwohl dieser 195 Bundesliga-Spiele und 19 internationale Partien auf dem Konto hat. Richter lief in der deutschen Eliteliga 97mal auf, europäische Einsätze gab es für ihn bislang noch gar nicht. Heißt: Reuter wollte Kohr - und zusätzlich eine hohe Millionensumme, angeblich mehr als fünf Millionen Euro.

Zum dritten Mal platzt ein angedachter Richter-Wechsel

Für die Eintracht war diese Forderung so nicht tragbar, Krösche ließ den Deal platzen. Für Kohr war ein Verbleib in Frankfurt allerdings keine Alternative, er ließ sich für die kommende Saison erneut zum FSV Mainz 05 verleihen. Richter hingegen erlebte sein Déjà-vu, ihm wurde seit 2019 bereits die dritte Wechselmöglichkeit verwehrt. Borussia Mönchengladbach vor zwei Jahren und die Eintracht in diesem Sommer lockten gar mit der Chance auf die Europa League, der 1. FC Köln buhlte vor zwölf Monaten ebenfalls intensiv am Flügelspieler.

Auffällig: immer wieder gibt es beim FC Augsburg Probleme bei Toptransfers. So offen sich Reuter beispielsweise in Gesprächen mit dem Drittligisten 1. FC Kaiserslautern in der Causa Felix Götze zeigte, so unnachgiebig verhandelt er mit der Ligakonkurrenz. In der Folge gibt es unzufriedene Spieler, die das Heft des Handelns anschließend in die eigene Hand nehmen.

Augsburger Probleme bei Topverkäufen

Martin Hinteregger streikte sich vor zwei Jahren nach Frankfurt, Kevin Danso will nach seiner Rückkehr aus Düsseldorf nun nicht mehr für die Fuggerstädter spielen und geht mit ähnlich fragwürdigen Mitteln vor. In der Vergangenheit gab es bereits bei Michael Gregoritsch und Philipp Max Probleme. Auch Alfred Finnbogason wurde die Chance nach einer guten WM 2018 zur sportlichen Verbesserung verwehrt. Stets waren Reuter die Offerten zu niedrig, Verhandlungen liefen in die Sackgasse.

Nicht zu vergessen der Fall Caiuby, der mit seinem Verhalten dafür sorgte, dass bereits vor Jahren das Image der heilen FCA-Welt zu bröckeln begann. Der kicker schrieb vom „Sommertheater 2021“ und schlussfolgerte: „Die Ursache liegen nicht nur bei den Profis, es gibt Auffälligkeiten.“ Und das Fachmagazin kam ebenfalls zur Erkenntnis: „Dem FCA fehlt es an Timing und Gespür für die Lage der Spieler.“

Eintracht wäre für Richter der perfekte nächste Schritt gewesen

Für Olympiateilnehmer Richter wäre Frankfurt der optimale nächste Schritt gewesen. Die Eintracht verjüngt den Kader, sie sucht nach Tempo, Torgefahr und Tiefgang. Eigenschaften, die Richter alle mitgebracht hätte. Nebenbei hätte Frankfurt einen Spieler geholt, der in sieben direkten Duellen viermal traf.

Doch die harte Linie von Reuter ließ den angedachten Tauschdeal platzen. Der frühere Profi will für neue Spieler „Nach-Corona-Preise“ zahlen (Niklas Dorsch für sieben Millionen Ablöse von KAA Gent) und für eigene Akteure „Vor-Corona-Preise“ kassieren. Im kicker wehrte sich Reuter zwar gegen die Vorwürfe, dass er stets unrealistische Angebote aufrufe: „Das ist nicht korrekt und schade, dass wir uns rechtfertig müssen.“

Reuter mit fehlendem Fingerspitzengefühl

Der Fall Richter deutet allerdings auf ein fehlendes Gespür und Fingerspitzengefühl von Reuter hin. Die Eintracht als Traditionsverein mit 93.500 Mitgliedern und einigen Titeln auf dem Konto ist insgesamt noch eine andere Hausnummer als der 2011 erstmals aufgestiegene FC Augsburg. Doch die Tür in Richtung Frankfurt ist für Richter zunächst geschlossen, mit Jesper Lindström holten die Hessen bereits einen flexibel einsetzbaren Offensivmann.

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