WSBK Laguna Seca 2019: Rea gewinnt Sprintrennen, Bautista-Sturz in Kurve 1

Sebastian Fränzschky
motorsport.com

Kawasaki-Werkspilot Jonathan Rea hat auch das Superpole-Rennen in Laguna Seca für sich entschieden. Nach einem Zwischenfall in der Corkscrew musste das Rennen abgebrochen werden. Zuvor war bereits Alvaro Bautista (Ducati) gestürzt. Beim Neustart setzte sich Rea deutlich gegen Chaz Davies (Ducati) durch und kassierte zwölf Punkte für den Sieg. Platz drei ging an BMW-Pilot Tom Sykes.

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Beim kürzesten Superpole-Rennen der Saison stand Jonathan Rea dank seiner Bestzeit in der Superpole am Samstag auf der Pole-Position. Neben ihm positionierten sich die beiden Werks-Ducatis von Chaz Davies und Alvaro Bautista ebenfalls in Reihe eins. BMW-Pilot Markus Reiterberger stand auf Position elf, Sandro Cortese ging mit seiner Yamaha R1 von Startplatz 13 in das Sprintrennen über zehn Runden.

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Nach einem schlechten Start kam Alvaro Bautista in der ersten Kurve zu Sturz. Teamkollege Chaz Davies übernahm die Führung. Jonathan Rea folgte auf Position zwei vor Kawasaki-Teamkollege Leon Haslam. Nach einer Runde wurde das Rennen nach einem Sturz in der Corkscrew abgebrochen. Wildcard-Starter JD Beach (Yamaha) und Althea-Pilot Alessandro Delbianco (Honda) waren gestürzt.

Jonathan Rea, Kawasaki Racing Team, Chaz Davies, Aruba.it Racing-Ducati Team

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1. Jonathan Rea, Kawasaki Racing Team

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Jonathan Rea, Kawasaki Racing Team, Alvaro Bautista, Aruba.it Racing-Ducati Team, Chaz Davies, Aruba.it Racing-Ducati Team, Toprak Razgatlioglu, Turkish Puccetti Racing

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Jonathan Rea, Kawasaki Racing Team

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Jonathan Rea, Kawasaki Racing Team, Chaz Davies, Aruba.it Racing-Ducati Team, Alvaro Bautista, Aruba.it Racing-Ducati Team

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JD Beach, Attack Performance Estenson Yamaha, Markus Reiterberger, BMW Motorrad WorldSBK Team

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JD Beach, Attack Performance Estenson Yamaha, Eugene Laverty, Team Go Eleven

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Die Fahrer kehrten an ihre Boxen zurück. Die lädierte Ducati von Bautista wurde repariert und erhielt eine neue Verkleidung. Montiert wurde das Aruba-Standard-Design, denn bereits im Rennen am Samstag zerstörte Bautista eine der Verkleidungen mit der 916-Tribute-Lackierung. Als die Fahrerkollegen ans Ende der Boxengasse fuhren, blieb Bautista in der Box. Hatte sich der Spanier beim Sturz verletzt?

Um 11:20 Uhr Ortszeit (20:20 Uhr MESZ) wurde das Rennen neu gestartet. Die Renndistanz betrug nur noch acht Runden. Jonathan Rea entschied den Start für sich. Chaz Davies übernahm die zweite Position. Tom Sykes lag in Kurve 1 auf der dritten Position.

Im Gegensatz zum ersten Start konnte sich Rea in der Anfangsphase klar gegen Davies durchsetzen. Mit einer 1:22.700er-Runde gelang Rea die schnellste Rennrunde. Davies konnte das hohe Tempo nicht mitgehen und geriet unter Druck von Sykes.

Rea kontrollierte das Rennen. Dahinter konnte sich Davies etwas von Sykes absetzen und fuhr einem weiteren zweiten Platz entgegen. Sykes war auf Kurs zu Platz drei. Dahinter bekämpften sich Leon Haslam, Toprak Razgatlioglu und Alex Lowes um Platz vier. Sandro Cortese und Markus Reiterberger kämpften um Top-10-Ergebnisse.

Die Reihenfolge änderte sich nicht mehr. Rea gewann souverän und baute den Vorsprung in der WM auf 61 Punkte aus. Chaz Davies wurde wie im ersten Lauf am Samstag Zweiter. Tom Sykes bescherte BMW ein weiteres Podium. Platz vier ging an Toprak Razgatlioglu, der sich in der Schlussphase gegen Leon Haslam und Alex Lowes durchsetzen konnte.

Rea, Davies und Sykes in Lauf zwei in Reihe eins

Jonathan Reas 80. Sieg war auch mit Blick auf das zweite Hauptrennen in Laguna Seca von Bedeutung. "Die Pole-Position hier in Laguna Seca ist sehr wichtig", bemerkt der Nordire. "Meine Jungs haben mir ein tolles Motorrad bereitgestellt. Ich hatte mit allen Reifen ein gutes Gefühl und muss Pirelli gratulieren. Der Rennreifen funktioniert hier sehr gut. Ich habe diesen Reifen dem weichen Reifen vorgezogen, weil ich wusste, dass ich damit am Rennende konstanter fahren kann. Es war bisher ein perfekter Tag und ein perfektes Wochenende."

Chaz Davies ärgerte sich, dass er beim Neustart nicht so gut zurechtkam wie beim ersten Versuch. "Es ist ein bisschen schade, dass das erste Rennen abgebrochen wurde. Ich fühlte mich aus irgendeinem Grund wohler auf dem Motorrad. Es hat vermutlich ein bisschen besser funktioniert", grübelt der Waliser. "Doch wir konnten nur eine Runde fahren. Das Gefühl war aber sehr gut."

"Mir gelang beim zweiten Versuch kein so guter Start, als es darauf ankam", kommentiert der Ducati-Pilot, der nach acht Runden 2,533 Sekunden Rückstand hatte. "Das Ziel im Superpole-Rennen ist immer ein Platz in den Top 3, damit man das finale Rennen aus der ersten Reihe in Angriff nehmen kann", so Davies.

Eine Sekunde hinter Davies kam Tom Sykes ins Ziel. "Das BMW-Team wird an diesem Wochenende für die Anstrengungen belohnt", so der Brite. "Wir mussten uns hier alles neu erarbeiten. Wir mussten die Elektronik und das Getriebe einstellen und eine Abstimmung finden, die es uns erlaubt, mit den Jungs mitzuhalten. Wir haben noch Arbeit vor uns, doch das Fahren macht Spaß. Es ist immer toll, vor den US-Fans zu fahren. Hoffentlich können wir auch im Hauptrennen ein Podium einfahren. Das ist das Ziel."

Keine Punkte für die Deutschen

Sandro Cortese kam mit 14,7 Sekunden auf der elften Position ins Ziel. Landsmann Markus Reiterberger beendete das Rennen auf der zwölften Position und hatte 14,9 Sekunden Rückstand auf den Sieger.

Update: Laut Ducati soll sich Bautista beim Sturz keine ernsthaften Verletzungen zugezogen haben. Der Spanier hat sich die Bänder in der linken Schulter überdehnt, kann aber am zweiten Rennen teilnehmen. Durch den Ausfall im Sprintrennen muss der ehemalige WM-Leader von Startplatz zehn ins zweite Hauptrennen starten.

Lauf zwei wird am Sonntag um 23:00 Uhr (MESZ) gestartet.

Mit Bildmaterial von LAT.

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