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Muss der BVB den Plan mit dem Wunderkind ändern?

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Muss der BVB den Plan mit dem Wunderkind ändern?
Muss der BVB den Plan mit dem Wunderkind ändern?

Es hat wohl einfach nicht sollen sein in diesem Jahr.

Ein Muskelfaserriss, zugezogen in einem U23-Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern, hat Youssoufa Moukoko den nächsten Rückschlag beschert. Für den 17 Jahre alten Stürmer von Borussia Dortmund dürfte die Hinrunde vorzeitig beendet sein - und damit auch ein Jahr 2021, das von Malaisen geprägt war. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Ein Syndesmoseriss im Frühjahr, der auch seine Saisonvorbereitung noch beeinträchtigte, eine Muskelverletzung im Oktober, eine Augenentzündung im November, nun noch der Faserriss: Dem Top-Talent wurde die Gelegenheit genommen, einen stärkeren Eindruck bei den BVB-Profis zu hinterlassen.

Wird‘s im kommenden Jahr anders? Oder müssen sich die Dortmunder Fans noch länger gedulden, bis Moukoko bei den Profis an seine Aufsehen erregenden Jugend-Jahre anknüpfen kann?

Youssoufa Moukoko vor Verletzung ohne Tor in der Hinrunde

127 Tore in gerade Mal 73 Spielen in der U17 und der U19: Moukokos vielbeachtete Trefferfestivals im Juniorenbereich sind längst Legende. Auch in seiner ersten Profi-Saison gelangen dem damals noch 16-Jährigen immerhin schon drei Treffer in 14 Spielen. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

In der aktuellen Spielzeit wartet Moukoko noch auf sein erstes Tor für das Team von Trainer Marco Rose, in sechs meist kurzen Einsätzen war das größte Erfolgserlebnis die Vorlage zu Erling Haalands Siegtor zum 3:2 gegen Hoffenheim im August.

Wäre mehr möglich gewesen? Ab wann kann man mehr erwarten und wie viel? Und muss man womöglich die Strategie ändern, damit der U21-Nationalspieler in die Rolle hineinwachsen kann, die er in einigen Jahren in Dortmund spielen soll?

Es sind heikle und hochsensible Fragen im Umgang mit einem Talent, dessen 17. Geburtstag noch keine zwei Wochen zurückliegt. Und sie beschäftigen auch die Dortmunder Macher. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Nicht nur Haaland und Malen bevorzugt

„Ich denke, dass es wichtig ist, dass wir den Jungen immer wieder reinhauen, ihm die Möglichkeit geben, sich zu zeigen, sich zu entwickeln“: So umriss Coach Rose zu Saisonbeginn auf SPORT1-Nachfrage den Plan mit Moukoko - bei gleichzeitiger Betonung, der Youngster müsse sich „alle Einsätze sehr hart erarbeiten“.

Rose sagte das nach dem Supercup gegen den FC Bayern, in dem Moukoko einen Startelf-Einsatz bekam.

Vor der erneuten Begegnung mit dem Rekordmeister (Samstag: BVB - FC Bayern ab 18.30 Uhr im SPORT1-Liveticker), die Moukoko nun in jedem Fall verpassen wird, schwillt inzwischen die Diskussion an, ob die Anforderungen für Moukoko noch zu hart sind - denn Rose hat nicht nur Haaland und den erstarkenden Neuzugang Donyell Malen, sondern auch Steffen Tigges Moukoko oft vorgezogen. Weshalb sich die Frage aufdrängt, ob Moukoko nicht einen Schritt zurückgehen sollte, um zwei nach vorn zu machen.

Wird Moukoko im Sommer verliehen?

„Eine Leihe wird wahrscheinlicher“, berichtete vor zwei Wochen die WAZ. Die BVB-Verantwortlichen überlegten demnach, Moukoko im Sommer bei einem kleineren Klub zu „parken“, um dort mehr Spielpraxis auf höherem Niveau zu sammeln, als es momentan möglich ist.

Es gibt erfolgreiche Vorbilder für dieses Modell, man denke an das Intermezzo des jungen Philipp Lahm beim VfB Stuttgart vor dessen Durchbruch beim FC Bayern oder auch das von David Alaba in Hoffenheim sowie Toni Kroos in Leverkusen.

Gerade auch für den 2016 aus der Jugend des FC St. Pauli nach Dortmund gekommenen Moukoko kann es ein hilfreicher Entwicklungsschritt sein, sich in einem neuen Umfeld zu behaupten. Einem Umfeld, in dem er für eine Weile auch vom zwiespältigen Ballast des Hypes um den Hoffnungsträger aus der eigenen Jugend befreit ist.

Es kann durchaus so kommen, dass der BVB deshalb im Sommer einen Leih-Deal für Moukoko einfädelt - es muss aber auch nicht sein.

BVB II ist das eigentlich geplante Sprungbrett

An sich traut das Dortmunder Management Moukoko zu, auch im eigenen Biotop zu gedeihen, sich Spielpraxis und Selbstvertrauen beim BVB II zu holen. Dortmunds Reserve spielt in der Dritten Liga, also auch keineswegs auf Tiefniveau.

Beim BVB sehen sie trotz der schattenreichen Moukoko-Hinrunde keinen Grund für Panikreaktionen, mindestens bis zum Saisonende bleibt der Jungstar, wo er ist.

Bis dahin hat er noch reichlich Gelegenheit, sich zu zeigen und Anhaltspunkte zu liefern, wo er auf seinem aktuellen Entwicklungslevel am besten aufgehoben ist.

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