WWE-Boss wütet wegen Rollins hinter den RAW-Kulissen

Sport1

Die Verwandlung von Seth Rollins zur Hassfigur war die Top-Story der WWE-Show Monday Night RAW nach den Survivor Series - Rollins machte dabei aber offenbar nicht nur die Fans wütend, sondern auch seinen Boss.


Vince McMahon, so berichtet der Wrestling Observer, soll hinter den RAW-Kulissen bei Rollins' Abrechnung einen Zornesausbruch bekommen haben. Der Grund: Rollins' Erwähnung von CM Punk.

Scrollen, um mit dem Inhalt fortzufahren
Anzeige

Seth Rollins mit Seitenhieb auf CM Punk bei RAW

Rollins hatte auf die Rufe der Fans in Chicago nach ihrem Lokalmatador - die sich durch das gesamte Survivor-Series-Wochenende gezogen hatten - mit einem Seitenhieb auf den früheren WWE-Champion reagiert.

Er hätte ja versucht, ihn hierher zu locken, sagte Rollins in Anspielung auf seine Tweets und Interview-Aussagen vor den Series, in denen er Punk zum Kampf aufgefordert hatte. Punk jedoch ziehe es vor "hinter einem Schreibtisch in Los Angeles zu sitzen und über Veränderung zu reden, die er selbst nicht herbeiführen will".

Der Verbalhieb gegen Punk, der soeben als "Analyst" bei der WWE-Sendung Backstage auf dem US-Sender Fox angeheuert hat, heizte die Spekulationen an, ob ein Ring-Comeback Punks auch schon in Planung ist. Genau das wollte McMahon angeblich nicht.

WWE hat offenbar keinen Comeback-Deal

Allem Anschein nach ist (noch?) keine Rückkehr Punks in den WWE-Ring verabredet und McMahon vertritt die Linie, dass seine Stars in seinen TV-Shows keine potenziellen Matches versprechen dürfen, die er nicht einlösen kann.

Eben weil diese Linie bekannt ist und McMahon für gewöhnlich streng darüber wacht, hatte Punks Erwähnung für umso mehr Aufhorchen gesorgt.


Punk hat nach eigenen Angaben keine konkreten Pläne für eine Ring-Rückkehr (wobei er die Möglichkeit auch nicht ausschloss), sein Engagement bei Backstage lief über den Sender Fox, nicht über WWE direkt.

Dennoch hatte Rollins ihn schon bei Twitter und in Interviews zu einem Kampf herausgefordert, nannte sogar konkret WrestleMania 36 im kommenden April in Tampa als passende Bühne. Von Punk wiederum bekam Rollins vergangene Woche eine Retourkutsche. Er solle das Twittern besser einstellen.

Täuschungsmanöver von Vince McMahon?

Der Observer-Journalist Dave Meltzer wies bei der Radioshow, bei der er McMahons Ausbruch erwähnte, darauf hin, dass der Ärger theoretisch auch gespielt gewesen sein könnte.

McMahon könnte einen Geheim-Deal mit Punk haben, Rollins eingeweiht sein und der WWE-Boss auch seine Mitarbeiter mit einer falschen Fährte davon ablenken. Das hat es in der Vergangenheit auch schon gegeben, "working the boys" lautet das Jargon-Wort.

Seine eigene Einschätzung jedoch ist: Diesmal war der Ausbruch echt.

Lesen Sie auch