WWE-Maskenmann fordert Entlassung

Martin Hoffmann
Sport1

Die Serie der öffentlichen Entlassungsbitten bei der Wrestling-Liga WWE setzt sich fort.


Nach Luke Harper und Mike Kanellis versucht nun auch der maskierte Sin Cara mit einem Social-Media-Statement aus seinem Vertrag herauszukommen.

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Jorge Arias - wie der mexikanischstämmige Texaner eigentlich heißt - hält in dem offenen Brief fest, dass er bei WWE lange auf eine Gelegenheit gewartet hätte, sich zu beweisen. Diese Gelegenheit sei jedoch nie gekommen und werde es wohl auch nicht mehr. Er wolle daher neue Wege gehen. Er sei WWE dankbar, fühle sich aber "als Athlet und Talent unter Wert verkauft".


Von Sin Cara zu Hunico und zurück

Der 42 Jahre alte Arias - vor seiner WWE-Zeit bekannt als Incognito - steht seit 2009 unter Vertrag, 2011 debütierte er im WWE-Hauptkader. Arias war der zweite Sin Cara nach dem Original Luis Urive, der vorher in Mexiko als Mistico ein Topstar war, bei WWE aber nicht an die Erfolge dort anknüpfen konnte.

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Arias und Urive lieferten sich damals eine Fehde um den Sin-Cara-Charakter, eine Anspielung auf einen realen Rechtsstreit, den sie sich vor ihrer WWE-Zeit um den Mistico-Charakter geliefert hatten. Arias verlor die Fehde und wurde als Gangster-Charakter Hunico neu verpackt.


2013, nach Urives Entlassung, wurde er wieder zu Sin Cara (wörtlich übersetzt: ohne Gesicht). Seine beste Zeit erlebte er zwischen 2014 und 2016, als er mit Kalisto die Lucha Dragons bildete und die Tag-Team-Gürtel des NXT-Kaders hielt, sein einziges Titelgold bei WWE. 

Sin Cara ist der vierte Wrestler, der WWE in diesem Jahr um seine Entlassung bittet. Tye Dillinger - jetzt als Shawn Spears bei AEW - bekam sie gewährt, Luke Harper und Mike Kanellis dagegen bekamen die kalte Schulter. Auch Sin Cara wurde weniger Stunden nach seiner Entlassungsbitte schon wieder eingesetzt und musste bei RAW eine klare Niederlage gegen Drew McIntyre einstecken.


Medienberichten zufolge will WWE derzeit niemanden entlassen, vor allem um der neuen Konkurrenz AEW keine weiteren Verstärkungen zu liefern.

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