Zehn positive Coronafälle würden keinen Formel-1-Abbruch bedeuten

Norman Fischer
motorsport.com

Der Formel-1-Auftakt in Australien wurde nach dem positiven Coronafall eines McLaren-Mitarbeiters abgesagt, in Zukunft soll ein positiver Test aber nicht mehr gleich zur Absage führen.

Denn das Wissen über COVID-19 sei ein ganz anderes als noch Mitte März. "Es ist möglich, viele Dinge zu verhindern und zu antizipieren", sagt Gerard Saillant, der Präsident der Medizinischen Kommission der FIA gegenüber 'Sky'.

Wenn die Formel-1-Saison Anfang Juli in Österreich losgehen soll, will die Serie eine eigene Biosphäre schaffen, um so die Situation unter Kontrolle zu behalten. Laut Saillant könnte man dann sogar zehn positive COVID-19-Fälle perfekt managen. "Medizinisch gesehen ist das kein Problem", betont er.

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Das größte Problem läge dann in den sportlichen und medialen Konsequenzen, wenn in der Formel 1 gehäuft Coronafälle auftreten. Dann könnte der Sport zu einem erneuten Abbruch gezwungen werden. "Wir müssen versuchen, das zu antizipieren. Wir müssen wissen, wo die richtige Linie ist, ab der es unmöglich ist, weiterzumachen", so Saillant.

Das sei jedoch im Moment noch kein Thema. Die Formel 1 will sich bestmöglich auf den Start in die Saison vorbereiten, um das Jahr endlich ins Rollen zu bekommen. Laut FIA-Präsident Jean Todt arbeite man intensiv daran, nicht noch einmal in eine so unvorhergesehen Situation wie in Melbourne zu kommen.

Allerdings ist noch unklar, wie der Saisonstart aussehen wird. Zwei Rennen in Österreich am 5. und 12. Juli gelten als gesichert, anschließend stehen deutliche Fragezeichen über den geplanten zwei Rennen in Silverstone. Hockenheim soll jedoch bereits als Ersatz bereitstehen.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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