Olympia: Ärger wegen Schlagzeile

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Nach viel Kritik sah sich eine Zeitung gezwungen, eine Internet-Schlagzeile über die Silbermedaillengewinnerin Siobhan Haughey zu löschen.

Zeitung entfernt ‚widerliche‘ Schlagzeile zu Olympiasiegerin
Siobhan Haughey holte Silber hinter Ariarne Titmus. Foto: Getty

Haughey lag am Mittwoch bei den Olympischen Spielen im 200-m-Freistil im Finale der Damen hinter der Australierin Ariarne Titmus und gewann die Silbermedaille. Ihre Silbermedaille war die fünfte Medaille, die sich Hong Kong in der Geschichte der Olympischen Spiele sicherte, und die erste im Schwimmen.

Allerdings wurde ihre beeindruckende Leistung von der Art der Berichterstattung überschattet. Die South China Morning Post beschrieb Haughey aufgrund ihrer Wurzeln in Hong Kong und Irland nämlich als ‚Mixed-Race-Meerjungfrau’.

Haugheys Vater Darach ist irisch und ihr Großonkel Charles war einst irischer Premierminister. Sie hatte zuvor die Einladung abgelehnt, auf internationaler Ebene für Irland zu schwimmen. Die SCMP hat mittlerweile nach der empörten Kritik ihre Schlagzeile entfernt.

Auf Twitter gab es zahlreiche Kommentare, die sich kritisch über die Schlagzeile äußerten:

Eine Schwimmerin aus Hong Kong, die eine Medaille bei der Olympiade gewonnen hat, wird von @SCMPNews als ‚Mixed-Race-Meerjungfrau‘ beschrieben. Traurig, im Jahr 2021 so einen Schwachsinn zu sehen.

Wir hatten gerade etwas Ähnliches in Australien. Aber ich hätte gedacht, @SCMPNews würde es besser machen als ein Murdoch-Unternehmen.

Mixed-Race > Meerjungfrau > Schwimmerin > Sportlerin > Sportlerin aus Hong Kong. Bin mir ziemlich sicher, dass Siobhan „die Sportlerin aus Hong Kong“ bevorzugt hätte.

Schlimm, selbst für SCMP

Das ist einfach nur traurig. Der Autor sollte sich schämen.

Mixed-Race? Ernsthaft? Ihnen ist nichts Besseres eingefallen? Als ob die Welt nicht schon gespalten genug ist. Siobhan bringt Hong Kong nichts als Erfolg. @SCMPNews Das könnt ihr besser! Ihr solltet euch schämen!!!!

Siobhan Haughey ist stolz darauf, Hong Kong zu repräsentieren

Haughey war überglücklich, als sie bei den Spielen in Tokio für Hong Kong die zweite Medaille holte. Zuvor hatte Cheung Ka-long beim Fechten Gold gewonnen. „Meine Leistung in Kombination mit der von Cheung Ka-long beim Fechten kann SportlerInnen aus Hong Kong hier in Tokio inspirieren“, sagte sie. „Diese SchwimmerInnen zu Hause trainieren weiterhin hart – du wirst der oder die nächste sein.“

Zeitung entfernt ‚widerliche‘ Schlagzeile zu Olympiasiegerin
Siobhan Haughey schaut nach dem Gewinn der Silbermedaille über 200 m Freistil zu. (Foto von Fu Tian/China News Service über Getty Images)

Titmus erreichte eine neue olympische Rekordzeit von 1:53,50 Minuten und verwies die eher schwache Katie Ledecky auf den fünften Platz. Haughey gewann Silber mit einer Zeit von 1:53,92, Dritte wurde die Kanadierin Penny Oleksiak (1:54,70).

Titmus, die am Montag Ledecky als 400-Meter-Siegerin ablöste, erwies sich auch über die kürzere Distanz als sehr gut, indem sie sich durch die Bahn kämpfte und nach 150 Metern als Dritte ins Ziel schwamm.

Im Tokyo Aquatics Centre stehen noch die 800 m Freistil und die 4x200-m-Staffel auf dem anstrengenden Programm. „Bin verdammt erschöpft, das war hart“, sagte Titmus. „Ernsthaft, es war nicht die Zeit, von der ich dachte, sie heute Morgen erreichen zu können.“

Sam Goodwin

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