Wie Zirkzee Bayerns Zweifel an ihm ausräumte

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Mit seinen beiden Toren in Freiburg und gegen Wolfsburg hat Joshua Zirkzee dem FC Bayern eine entspannte Winterpause beschert. Der 18-Jährige erzielte jeweils kurz nach seiner Einwechslung die Tore und verhinderte damit ein weiteres Abrutschen in der Tabelle.

Dabei hatte sein Einstand bei den Profis mit einem kleinen Fauxpas begonnen: Ein Anruf mit unbekannter Nummer nahm Zirkzee zunächst nicht entgegen, weil er dachte, es gehe um seine frisch bezogene Wohnung.

"Als ich am nächsten Morgen aufwachte, sah ich eine Nachricht von Hansi Flick auf meinem Telefon. 'Ich habe dich gestern angerufen, aber du hast nicht reagiert. Wir müssen reden.‘ Dann dachte ich nur 'oh'...", erzählte der Youngster in einem Interview mit dem niederländischen Fachorgan Voetbal International

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Im zweiten Anlauf sagte ihm der Bayern-Trainer dann, dass er ihn von der zweiten Mannschaft zu den Profis befördern wolle.

Für Zirkzee soll der Traumeinstand der Beginn einer großen Karriere werden: "Ich bin letztlich nach München gegangen, um DER Stürmer von Bayern zu werden. Das ist noch immer mein Ziel."

Zirkzee wäre fast zu Everton gewechselt

Dabei wäre der Lockenkopf beinahe in der Premier League gelandet.

"Everton war damals für mich eine ernsthafte Option", verriet der Youngster: "Ronald Koeman war damals Trainer der Profis und sie hatten nicht so viele Stürmer. Romelu Lukaku war gerade zu Manchester United gewechselt und ich glaubte, dass die Chance groß wäre, aus der Jugend zu den Profis hochgezogen zu werden."

Bayern gibt Zirkzee zweite Chance

Am Ende landete er doch in München und als Vorbild hat sich Zirkzee - wenig überraschend - Robert Lewandowski ausgesucht. Entsprechend schaut er dem polnischen Superstürmer im täglichen Training über die Schulter. "Seine Laufwege bei Flanken zum Beispiel. Oder wie er sich zwischen die Linien fallen lässt. Aber auch sein Timing, wie er den Ball abschirmt und weitergibt, seine Sprints in Richtung Tor."

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Dass er überhaupt in München landete, sei seiner Hartnäckigkeit zu verdanken. "Sie (die Bayern, d.R.) hatten mich bei zwei Spielen beobachtet, gegen Ajax und Sparta Rotterdam, aber das waren wirklich nicht meine besten Auftritte. Daher war sich der Verein nicht sicher. Ich habe ihnen dann selbst gesagt: 'Lasst mich dreimal mittrainieren und beurteilt danach, ob ich gut genug bin.'"


Gesagt, getan. Der Rekordmeister gab Zirkzee die Chance, an der Säbener Straße vorzuspielen - und der damals 16-Jährige überzeugte die Verantwortlichen.

Zirkzee erinnert sich: "Ich weiß noch, dass ich an meinem ersten Tag mit der U17 trainierte und dachte: 'Das ist nicht mein Niveau.' Ich habe dann noch zweimal mit der U19 mitgemacht und nach dem ersten Training war eigentlich schon klar, dass ich zu Bayern gehen würde."

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