Ansage von Sagosen: "Wenn wir eins können, ist es feiern"

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Ansage von Sagosen: "Wenn wir eins können, ist es feiern"
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Gratulation zum 22. Meistertitel!

Der THW Kiel behält im spannenden Meisterschaftsrennen die Nerven und setzt sich im Fernduell mit der SG Flensburg-Handewitt durch. Am Ende feiert der Rekordmeister ein 25:25-Remis bei den Rhein-Neckar-Löwen. (Alles zur HBL)

Damit bleibt das Team von Filip Jicha in der Endabrechnung vor dem Erzrivalen aus Flensburg, der sich seinerseits souverän mit 38:26 gegen HBW Balingen-Weilstetten durchsetzte. (HBL: Die Abschlusstabelle)

Allerdings musste Kiel hart um den Titel kämpfen. Die Löwen kamen gut ins Spiel und waren schnell mit 2:0 und 3:1 in Front. Aber dann schüttelten sich die Gäste und drehten ihrerseits auf. Vier Tore in Folge sorgten für das 5:3 aus Kieler Sicht. (Das komplette Spiel zum Nachlesen im SPORT1-Ticker)

Aber schon im ersten Durchgang zeigte sich, dass das an diesem Tag kein Selbstläufer für Kiel wird. Die Hausherren ließen sich nicht abschütteln und gingen sogar erneut mit 10:8 und 12:11 in Führung, ehe Kiel mit einem Schlussspurt zur 13:12-Führung in die Halbzeit ging.

Im zweiten Durchgang waren es dann die Zebras, die besser reinkamen und zogen schnell auf 15:12 davon. Die Löwen gaben aber nicht auf und gut acht Minuten vor Schluss glich Uwe Gensheimer per Siebenmeter zum 21:21 aus. Danach gingen die Hausherren sogar mit 22:21 in Führung.

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Im Anschluss war es ein wildes Hin und Her, bei dem sich die Kieler knapp zwei Minuten vor Schluss und beim Stand von 25:25 den Ball holten, das entscheidende Tor aber vergaben. 17 Sekunden vor Schluss beim Stand von 25:25 gab es noch eine Zeitstrafe für Hendrik Pekeler.

Danach hieß es für Kiel Zittern bis zum glücklichen Ende.

Martin Schwalb gratuliert Kiel

Einer der ersten Gratulanten an den alten und neuen deutschen Meister war Martin Schwalb. Der Trainer der Rhein-Neckar Löwen, für den es sein letztes Spiel auf der Löwen-Bank war, bevor er in den Vorstand des HSVH wechselt, beglückwünschte die Zebras bei Sky, dachte aber auch an den Konkurrenten aus Flensburg: "Glückwunsch an den THW Kiel zum Gewinn der deutschen Meisterschaft. Liebe Flensburger, ihr habt gesehen, wir haben alles reingehauen. Ich dachte, wir gewinnen das Spiel noch mit dem letzten Angriff."

Sein Gegenüber, Kiel-Coach Filip Jicha, suchte direkt nach dem Spiel nach Worten. "Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Ich bin enorm stolz auf die Jungs", lobte er sein Team und fügte hinzu: "Ich hatte das Glück, dass ich als Spieler siebenmal deutscher Meister geworden bin. Was wir da für ein Halligalli gemacht haben. Ich freu mich jetzt so für die Jungs im Hintergrund, für den Staff. Ohne die wäre es nicht möglich."

Aber er hob auch die Bedeutung des Titels für den Verein und die Spieler hervor. "Die Jungs haben jetzt den vierten Stern geholt, die 22. Meisterschaft. Die Jungs können stolz sein und ich bin stolz, dass ich diese Jungs trainieren darf."

Patrick Wiencek wollte direkt nach dem Spiel gar nicht mehr über dem Krimi nachdenken. "Das ist mir grade völlig egal", sagte er. Die Meisterschaft sei alles, was jetzt noch zähle. Allerdings betonte er auch, dass es schon ein besonderer Titel sei. "Das ist schon so lange her, dass wir die Meisterschaft so feiern konnten. Heute durften wir das auf dem Spielfeld machen."

Sagosen gibt Feierbefehl

Und auch für die Fans sei es ein besonderes Finale gewesen. "Für jeden Handballfan war das super heute. Mehr Spannung geht gar nicht."

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Sander Sagosen gab schon einen kleinen Ausblick, was in den nächsten Stunden auf die Mannschaft und die Stadt Kiel zukommen könnte: "Das ist ein Verein mit großer Tradition. Wenn es etwas gibt, was wir können, ist es feiern."

Am Ende kamen der THW Kiel und die SG Flensburg-Handewitt punktgleich ins Ziel. Ausschlaggebend war der direkte Vergleich.

Dementsprechend niedergeschlagen war die Stimmung bei den Flensburgern nach ihrem Sieg zum Saisonabschluss. "Es tut unglaublich weh, wenn das so knapp ist. Bis zur letzten Sekunde kämpfen wir um die Meisterschaft. Wir sind richtig, richtig stolz auf das, was wir diese Saison geleistet haben. Wir hatten einfach kein Glück", suchte SG-Kapitän Lasse Svan nach Worten.

Kurios: Für Titelverteidiger Kiel war es seit sechs Jahren die erste "echte" Meisterschaft. Im vergangenen Jahr wurden die Zebras in der von Corona abgebrochenen Saison nur aufgrund einer Quotientenregelung zum Titelträger ernannt.

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