Zverev gesteht: "Ich dachte, ich drehe durch“

SPORT1
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Zverev gesteht: "Ich dachte, ich drehe durch“
Zverev gesteht: "Ich dachte, ich drehe durch“

Die Freude war Alexander Zverev deutlich anzusehen. Dem besten deutschen Tennisspieler huschte ein verschmitztes Lächeln über das Gesicht, als Turnierdirektor Patrik Kühnen die silberne Plane vom Sonderpreis für den Sieger des ATP-Turniers in München zog. (Alles Wichtige zum Tennis)

Zweimal hat Zverev die BMW Open schon gewonnen auf der Anlage des MTTC Iphitos - 2017 und 2018, beide Male durfte er auch ein schickes Auto mitnehmen.

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"Zwei Zweisitzer habe ich ja schon, ein Viersitzer wäre nicht schlecht", sagte Zverev. Dem Mann kann geholfen werden: Das 180.000 Euro teure Gefährt würde passen. "Ich freue mich darauf, die Favoritenrolle anzunehmen", betonte Zverev am Freitag dann auch. (Die ATP-Weltrangliste)

BM Open: Zverev plagt der Ellenbogen

Doch ganz gleich, ob der Hamburger am Sonntag in einer Woche nun als Sieger vom Centre Court fahren wird: Auch unabhängig davon, dass der 24-Jährige so ganz noch immer nicht abschätzen kann, ob sein lädierter rechter Ellenbogen, vor einer Woche deshalb mit Eigenblut behandelt, ein ganzes Turnier lang funktionieren wird, vor allem angesichts weiter bestehender leichter Probleme bei allem, "was über Kopf ist", wie er einräumt.

Für Zverev ist das Event in München gewissermaßen auch ein willkommener Beitrag zur persönlichen Pandemie-Bewältigung.

Der Nummer sechs der Weltrangliste ist anzumerken, wie wohl er sich auf der schmucken Anlage am Aumeister in München fühlt. "Wir sind jetzt seit neun Monaten in einer Bubble", berichtete Zverev, "in Rotterdam", wo er Anfang März schon in der ersten Runde verlor, "da habe ich gedacht, ich dreh durch." (Kalender der ATP-Saison 2021)

Immer nur Hotel und Halle, keine "frische Luft zum Atmen. Da siehst du die Außenwelt überhaupt nicht." Sein Freund Dominic Thiem, der dieser Tage eine "gewisse Leere" im Kopf beklagte, sei ein "perfektes Beispiel", wie die Auswirkungen von Corona ihn und andere träfen. (HINTERGRUND: Der Absturz von Dominic Thiem)

Zverev über Pandemie-Frust und Kumpel Thiem

Zverev selbst will sich davon nicht ausnehmen: "Um ehrlich zu sein, habe ich mich damit auch schwergetan. Motivation ist schon eine Sache, die in solchen Zeiten schwierig ist."

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Aber zum Glück gibt es "Wochen, da kommst du an und weißt, du wirst gut spielen", sagte Zverev - und München ist so ein Ort. Neben dem Preisgeld und einer Lederhose, "die ich in Monte Carlo jetzt nicht so brauche", gibt es dort eben ein schickes Auto zu gewinnen.

Das würde in jeder Hinsicht passen, betonte Zverev mit einem Grinsen: "Ich bin gerade in Monte Carlo umgezogen, und die Garage hat drei Plätze." Für einen Viersitzer wäre also noch was frei.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)