US Open: Zverev beschwert sich über "Kühlschrank"-Bälle

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Als Alexander Zverev am frühen Dienstagnachmittag in New York seine erste Hürde im Eilverfahren genommen hatte, machte sich der deutsche Topspieler noch auf eine weitere Mission: Der Olympiasieger wollte herausfinden, weshalb die Bälle auf dem Hartplatz des Arthur-Ashe-Stadiums so niedrig abspringen.

Alexander Zverev versucht mit seiner rechten Vorhand einen Ball bei den US Open 2021 zu treffen
Bei den US Open zieht Alexander Zverev in die zweite Runde ein - wundert sich danach aber sehr über die verwendeten Tennisbälle.

“Ich weiß nicht, warum. Ich gehe auch jetzt mal nachfragen, wo sie die Bälle aufbewahren”, sagte Zverev, dem die gelben Filzkugeln mehr Sorge bereitet hatten als der US-Amerikaner Sam Querrey beim 6:4, 7:5, 6:2-Erfolg in nur 1:40 Stunden zum Auftakt der US Open: “Man hat das Gefühl, dass sie die Bälle aus dem Kühlschrank rausnehmen. Das sind so richtige Steine.”

Trotz seiner Fremdelei mit den Bällen war der 24 Jahre alte Hamburger seiner Rolle als Mitfavorit auf den Turniersieg gerecht geworden und hatte sogar noch Kraft gespart. “Ich bin zufrieden mit dem Sieg und freue mich zurück zu sein”, sagte Zverev kurz nach seinem zwölften Erfolg in Serie: “Ich habe das Finale aus dem Vorjahr noch immer im Kopf.”

Auch Kohlschreiber, Koepfer und Co. weiter

Damals fehlten ihm gegen Dominic Thiem nur zwei Punkte zum ersehnten ersten Grand-Slam-Titel, nun trifft er in der zweiten Runde auf Albert Ramos-Vinolas.

Zugleich setzte er die starke deutsche Serie vom Auftakttag fort. Auch Philipp Kohlschreiber, Peter Gojowczyk und Dominik Koepfer hatten wie Angelique Kerber und Andrea Petkovic ihre Auftakthürden gemeistert. Yannick Hanfmann scheiterte am Dienstag mit 0:6, 6:4, 2:6, 1:6 am Kasachen Alexander Bublik.

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Oscar Otte hingegen gelang mit einem Sieg gegen Lorenzo Sonego eine kleine Sensation. Der Deutsche bezwang den Weltranglisten-23. aus Italien in einem unheimlich packenden Match mit 6:7, 7:5, 7:6, 7:6.

Zverev fordert Djokovic heraus

“Das war ein ernst zu nehmender Gegner. Aber Zverev hat ihm gar nicht die Chance gegeben, ins Spiel zu kommen. Er hat von Anfang an die Kontrolle übernommen. Alles lief nach Plan”, sagte Eurosport-Experte Boris Becker zum Auftakt von Zverev.

Die deutsche Nummer eins war vor dem Turnierstart durch seinen Goldtriumph in Tokio und den Titel beim Masters in Cincinnati zum großen Herausforderer von Tour-Dominator Novak Djokovic aufgestiegen, der in New York mit dem vierten Majorsieg des Jahres erstmals seit Rod Laver 1969 den sogenannten “Grand Slam” gewinnen kann.

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Der deutsche Topspieler sei “wirklich imstande, ganz Großes in New York zu erreichen”, sagte auch Becker. Nach dem Gewinn der Goldmedaille in Tokio wirke Zverev “etwas freier, etwas entspannter, er hat noch mehr Selbstvertrauen und Glauben an die eigene Stärke”. Er ist die Last los, endlich einen großen Titel zu gewinnen.

Gegen Querrey musste Zverev zunächst Geduld beweisen. Der US-Amerikaner kam im nur teilweise gefüllten Arthur-Ashe-Stadium gut in die Partie und attackierte jeden zu kurzen Grundlinienschlag von Zverev.

Zverev bricht Widerstand von Querrey

Zverev blieb cool und packte beim Stand von 4:4 sofort zu, als sein Gegner erstmals schwächelte. Nach rund einer halben Stunde war der erste Satz entschieden.

Der Weltranglistenvierte, der sich vor dem Turnierbeginn erneut mit Vorwürfen seiner Ex-Freundin konfrontiert sah, blieb konzentriert und nutzte auch im zweiten Satz im Stile eines Spitzenspielers seine Chancen, danach war Querreys Widerstand gebrochen und Zverevs erster Schritt seiner Mission Titelgewinn geschafft.

Am Mittwoch stehen dann vor allem Kerber und Koepfer im Blickpunkt. Während die deutsche Topspielerin auf Revanche gegen ihre Paris-Bezwingerin Angelina Kalinina sinnt, bekommt es Koepfer mit Daniil Medwedew.

Der Weltranglistenzweite aus Russland rechnet sich neben Djokovic und Zverev die größten Chancen auf einen Triumph in der US-amerikanischen Weltmetropole aus.

Im Video: Mischa Zverev über die US Open: "Top-Spieler aus diesem Jahr alle dabei"

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