Zwayer-Statement "eine Katastrophe"

Eine strittige Elfmeterentscheidung hat das Nordderby der 2. Bundesliga zwischen Hannover 96 und dem FC St. Pauli (2:2) am Samstagabend überschattet.

Schiedsrichter Felix Zwayer hatte nach einem fragwürdigen Handspiel Strafstoß für Hannover gepfiffen. Obwohl es in den Fernsehbildern nicht nach Absicht aussah, änderte sich auch nach VAR-Einsatz an der Entscheidung nichts mehr. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur 2. Bundesliga)

Die Ereignisse lösten nicht nur beim leidtragenden FC St. Pauli Empörung aus, sondern sorgen ligaweit für Diskussionen.

Fortuna Düsseldorfs Sportvorstand Klaus Allofs erklärte im Doppelpass 2. Bundesliga auf SPORT1 seinen Standpunkt. „Der Ärger ist nachzuvollziehen. Das sollte kein Elfmeter sein. Wir tun uns da keinen Gefallen, man verstrickt sich da“, sagte der 65-Jährige. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der 2. Bundesliga)

Zwayer-Statement sorgt für Unverständnis

Zudem ärgerte sich Allofs über den im Spiel erfolgten Einsatz des VAR, der offenbar ohne die aussagekräftigsten Kameraeinstellungen auskommen musste. „Wenn wir technische Hilfsmittel hinzuziehen, müssen die Entscheider die wichtigen Bilder auch sehen“, stellte er klar.

SPORT1-Experte Maik Franz: „Wenn sie das im Keller nicht sehen, dann weiß ich auch nicht. Das war eine absolute Fehlentscheidung.“

Der ehemalige Bundesliga-Profi zeigte sich außerdem über das Statement von Schiedsrichter Zwayer nach dem Spiel verärgert. „Das ist ja eine Katastrophe. Wie er da rumeiert, finde ich wirklich schwach“, polterte Franz. (DATEN: Die Tabelle der 2. Bundesliga)

VAR „verändert die Art, wie Fußball gespielt und geschaut wird“

Nach der Partie hatte sich der Unparteiische bei SPORT1 zur strittigen Elfmeterentscheidung geäußert. Unter anderem bezeichnete Zwayer die VAR-Bilder als „nicht zu 100 Prozent aussagekräftig“.

Der Videoassistent habe Bilder überprüft, „und keine Perspektive gefunden, die meine Wahrnehmung widerlegt. Von daher konnte er mir kein Bild zeigen, dass es eine klare Fehlentscheidung war“, meinte der Schiedsrichter.

Laut Allofs werde man durch den Videobeweis an manchen Stellen keine absolute Gerechtigkeit bekommen. „In der einen oder anderen Situation wird richtig entschieden, in anderen aber nicht. Es verändert die Art, wie Fußball gespielt und geschaut wird“, lautete das Fazit des Managers.

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