Wie zwei F1-Teams wegen Corona etwas "Undenkbares" taten

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Die offensichtliche Abneigung zwischen Red-Bull-Teamchef Christian Horner und seinem Renault-Pendant Cyril Abiteboul ist vor allem Fans der Netflix-Serie "Drive to survive" mehrfach vor Augen geführt worden.

Doch in der Coronakrise kam es zum einem ungewohnt engen Austausch zwischen den beiden, nicht unbedingt ein enges Verhältnis pflegenden, Teams. 

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"Wir sind an die Regierung herangetreten, als wir sagen, dass diese Krise drohte, und haben uns dann auch mit anderen Teams abgestimmt", erklärte Horner im Gespräch mit Motorsport-Total.com den Anfang der Kollaboration.

Horner: "Unter normalen Umständen undenkbar"

An deren Ende stand ein voll funktionsfähiges Beatmungsgerät, das schlussendlich aber nicht zum Einsatz kam. Doch Horner beeindruckte vor allem der Teamgeist mit dem verhassten Rivalen Renault.

Trotz historischer Spannungen zwischen den beiden Teams habe man an einem Strang gezogen: "An diesem Punkt löst sich der Wettbewerbsgeist in Luft auf und es geht darum, Lösungen zu finden. Wir hatten also Leute von Renault, die in unserem Werk arbeiteten, in ihrem eigenen Team-Kit, in unseren Rennhallen, unserem Werk."


Für Horner wäre das "unter normalen Umständen undenkbar" gewesen. Doch die Coronakrise brach dieses Tabu und Renault-Ingenieure waren in der Red-Bull-Fabrik zu Gast, um gemeinsam eine Lösung eines nationalen Problems zu erreichen. 

Auf der Strecke werden sie aber wohl wieder zu erbitterten Konkurrenten. 

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