Arjen Robben: "Das ist Wahnsinn!"

Tommy Gaber
Editor Yahoo Sports

Der FC Bayern München war dicht dran am Wunder von Madrid, steht am Ende aber mit leeren Händen da. Arjen Robben lässt im Interview nach dem Spiel seinem Frust freien Lauf.

Arjen Robben scheiterte mit dem FC Bayern München an Real Madrid

Arjen Robben, welche Gedanken schießen Ihnen durch den Kopf nach diesem Spiel?

Arjen Robben: Es war ein Spitzenspiel, ein Duell auf ganz hohem Niveau von zwei sehr guten Mannschaften. Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht, die Mannschaft verdient ein großes Lob. Normalerweise sagt man, der Bessere soll gewinnen. Du kannst gewinnen, du kannst verlieren. Aber wenn ein Schiedsrichter so stark Einfluss nimmt und das Spiel entscheidet, ist das Wahnsinn! Wenn man sich die Bilder anschaut – das war ja nicht nur eine Fehlentscheidung. Ich rede nicht gerne über die Schiedsrichter, weil ich die Fehler immer erst bei mir oder der Mannschaft suche. Aber diesmal ist der Frust schon groß, weil man keinen Einfluss hat und machtlos ist gegen diese Entscheidungen.

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Eine der strittigen Szenen war der Platzverweis für Arturo Vidal. War das nicht abzusehen nach der Vielzahl an Fouls, die Vidal begangen hat?

Robben: Er hat sehr früh eine Gelbe Karte bekommen und da habe ich gleich zum Schiedsrichter gesagt, dass die Real-Spieler bei jedem weiteren Foul von Arturo ankommen werden und die zweite Gelbe Karte fordern. Und dass die Zuschauer zusätzlich Druck ausüben werden. Wir haben auch auf Arturo eingeredet, dass er sich zurückhalten muss, dass er beim nächsten Foul vom Platz fliegt. Aber er hat nicht gefoult, sondern klar den Ball gespielt.

War der Platzverweis spielentscheidend?

Robben: Wir haben aus dem Hinspiel gelernt, wo wir in Unterzahl nicht gut gestanden sind. Das war diesmal viel besser, wir haben kompakt verteidigt im 4-4-1. Man kann viel über Taktik reden, das bringt aber nichts, weil es nicht entscheidend war. Entscheidend waren die Fehler des Schiedsrichters.

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Wie bekommt man nach so einem Spiel jetzt die Kurve für die weiteren Aufgaben in dieser Saison?

Robben: Der Frust ist sehr groß, ich hatte nach dem 1:0 und vor allem nach dem 2:1 das Gefühl, dass wir das schaffen können. Aber wir sind große Spieler und werden das verarbeiten. Es geht jetzt erstmal um Erholung, aber dann müssen wir am Samstag gegen Mainz ein gutes Spiel machen und nächste Woche im Pokal gegen Dortmund. Wir müssen Meister werden und den Pokal gewinnen. Mehr ist leider nicht drin.

Der FC Bayern hat das Champions-League-Finale zum vierten Mal in Folge verpasst. Läuft Ihnen allmählich die Zeit davon, noch einmal ein Finale in der Königsklasse zu spielen?

Robben: Was soll ich nach diesem Spiel darauf antworten? Wir sollten nicht immer über negative Dinge sprechen, sondern davon, dass wir ein sehr gutes Spiel gemacht haben und es verdient gehabt hätte, weiterzukommen.

 

 

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