Union Berlin: Große Sorgen um verletzten Kruse

SID
·Lesedauer: 2 Min.

Die 1:3-Niederlage im Stadtderby bei Hertha BSC haben die lange in Unterzahl spielenden Unioner relativ schnell abgehakt, die Verletzung von Max Kruse bereitete ihnen größere Sorgen.

"Das wird sich jetzt richtig angeschaut", sagte Union-Trainer Urs Fischer direkt nach dem Abpfiff bei DAZN: "Ich hoffe, dass es nicht allzu schlimm ist."

Die Bilder, wie Kruse (32) mit schmerzverzerrtem Gesicht und von zwei Betreuern gestützt in die Kabine humpelte, lassen jedoch Schlimmstes befürchten. Der Ex-Nationalspieler war in der Nachspielzeit nach einem Schubser ins Straucheln geraten und hatte sich dabei offenbar am Knie verletzt.

"Berlin ist Blau-Weiß": Superjoker wird zum Derbyhelden

Kruse ist mit elf Scorerpunkten in zehn Spielen der gefährlichste Akteur der Unioner. Der ehemalige Bremer war vor der Saison ablösefrei nach Köpenick gewechselt.

Piatek verhilft Hertha mit Doppelpack zum Sieg

Hertha BSC hatte dank Joker Krzysztof Piatek das "Geisterderby" gegen Union Berlin gewonnen und die Vormachtstellung des Rivalen in der Hauptstadt ins Wanken gebracht. Der eingewechselte polnische Nationalstürmer sorgte mit seinem Doppelpack (74. und 77.) fast im Alleingang für Herthas 3:1 (2:1)-Prestigesieg am Freitagabend gegen die Eisernen, die knapp 70 Minuten in Unterzahl spielen mussten. Hertha verkürzte den Rückstand in der Tabelle auf Union auf fünf Punkte.

Union-Ikone: "Das Gesicht dieses Erfolgs ist nicht Max Kruse"

Die 1:0-Führung für Union erzielte im zuschauerfreien Olympiastadion Stürmer Taiwo Awoniyi (20.). Nur drei Minuten später sah Robert Andrich, der bei einem Zweikampf mit Lucas Tousart das Bein zu hoch gestreckt und seinen Gegenspieler an der Schulter getroffen hatte, wegen groben Foulspiels die Rote Karte. Hertha tat sich trotz mehr Ballbesitz und der nummerischen Überlegenheit lange schwer, doch dann traf Rechtsverteidiger Peter Pekarik zum 1:1 (51.). Danach schlug Piatek gleich doppelt zu.

VIDEO: Kruse frotzelt Höwedes