Gerald Asamoah gab Okay für Ballermann-Hit unter Rassismus-Verdacht

Ben Barthmannfreier Sportjournalist
Yahoo Sport Deutschland

Gerald Asamoah wird im fragwürdigen neuen Ballermann-Hit von Ikke Hüftgold und Lorenz Büffel besungen. Der ehemalige Spieler des FC Schalke 04 gab trotz Rassismus-Verdachts seine Erlaubnis an die Sänger.

Gerald Asamoah vom FC Schalke 04 wird in einem Lied von Ikke Hüftgold besungen. (Bild: Getty Images)
Gerald Asamoah vom FC Schalke 04 wird in einem Lied von Ikke Hüftgold besungen. (Bild: Getty Images)

“Wir freuen uns riesig über seine persönliche Genehmigung und seinen Humor”, wird Plattenfirma Summerfield Records von Der Westen zitiert.

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Der Text des Schlagers ist trotzdem mehr als fragwürdig. “Du siehst aus wie Gerald Asamoah”, heißt es im Refrain. Die Sänger beziehen sich dabei auf die berühmten Brillen-Verkäufer an diversen Urlaubsstränden.

Natürlich könnten Hüftgold und Co. argumentieren, dass der besungene Brillenverkäufer tatsächlich Ähnlichkeit mit Ex-S04-Profi Asamoah hat. Viel naheliegender ist aber das rassistische Vorurteil: Alle Schwarzen sehen gleich aus.

Ikke Hüftgold fiel bereits mit fragwürdigem Lied zu Timo Werner auf

Bisher hat sich Asamoah selbst nicht zu seiner Wahrnehmung des Lieds geäußert. Viele Menschen mit dunkler Hautfarbe dürften aber wenig begeistert sein von der Message des Songs - und vom Abnicken Asamoahs.

Hüftgold fiel bereits in der Vergangenheit mit seinem fragwürdigen Text zu einem gewissen “Imo Erner” auf, den er als “Urensohn” besang. Der Sänger bezog sich dabei auf die “Hurensohn-”Schmähgesänge in Richtung Nationalspieler Timo Werner.

Der Schlagersänger sieht sich selbst als Satiriker. Bei einem Lied wie “Asamoah” muss aber durchaus die Frage gestellt werden, wo Satire aufhört und plumper Rassismus anfängt.

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